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Heerdt: Kita: Lebendiges Lernen mit Musik

Heerdt : Kita: Lebendiges Lernen mit Musik

Im Musikkindergarten an der Aldekerkstraße gehören viele verschiedene Instrumente und selbst komponierte Lieder zum Alltag. Eine Musikpädagogin hilft den Kindern, sich durch Tanz und Klänge selbst auszudrücken.

Bereits in den Korridoren des Musikkindergartens an der Aldekerkstraße erkennt man den musikalischen Schwerpunkt der Tagesstätte. Notenschlüssel verzieren die Fenster, Trompeten und Violinen hängen an den Wänden und fröhlicher Kindergesang hallt durch die Gänge.

Nach dem Frühstück versammeln sich die Kinder in der "Musik-Turnhalle" zum morgendlichen Gruppensingen. Alle Mädchen und Jungen sitzen in einem Kreis zusammen und folgen konzentriert den Anweisungen von Musik-Pädagogin Sabine Erdmenger. Zuerst werden die Instrumente aus Dutzenden Kisten verteilt: Trommeln, Rasseln und Triangeln finden ziemlich schnell ihren jeweiligen "Musiker" — schließlich will jedes Kind einmal selbst Hand anlegen und den Rhythmus vorgeben.

Auch die Lieder sind von den Gruppen selbst komponiert. Heute wird der Frühling begrüßt. Alle in der Gruppe kennen den Text haargenau und machen ebenso begeistert die Tiergeräusche von Igel, Frosch und Bär nach. Anschließend wird sogar noch getanzt. Ein wenig außer Atem, aber mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht gehen danach alle wieder in ihre Gruppen zurück — jetzt kann der Tag beginnen.

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Insgesamt betreut die Tagesstätte 62 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren. "Dafür haben wir Kleingruppen mit altersspezifischen Schwerpunkten", sagt Anja Drewa, die Leiterin des Kindergartens. "Im Vorschulalter lernen die Kinder bei uns sogar schon Noten zu schreiben und wie die Tonleiter funktioniert. Wir wollen ihnen die Leidenschaft für Musik mit auf den Weg geben." Deshalb besucht die älteste Gruppe auch einmal im Jahr die Tonhalle oder eine Kinderoper.

Sabine Erdmenger kommt jeden Tag aus der Düsseldorfer Clara-Schumann-Musikschule in die Heerdter Kita. Ihr Bestreben ist, die Leidenschaft der Kinder zu wecken, aber auch ihre Fähigkeiten zu Kommunikation und Interaktion zu stärken. "Unser Kreis ist nicht nur im Alter sehr verschieden, sondern auch multikulturell", sagt sie. "Selbst wenn einige die deutsche Sprache nicht perfekt beherrschen, können sie trotzdem durch Summen und Tanzen aktiv am Geschehen teilnehmen und mit den anderen zusammenarbeiten. Musik soll schließlich die Kulturen verbinden." Außerdem beobachtet die Pädagogin ständig, dass sich jüngere Teilnehmer eifrig mit den älteren Kindern messen wollen und daher immer lernbereiter und ehrgeiziger werden.

Nicht nur die Dekoration sorgt dafür, dass die Kleinen ganzheitlich mit der Musik in Berührung kommen. Auf zwei Etagen gibt es jeweils eine große "Musikwand", die mit kleinen Trommeln, Gitarrensaiten und Rasseln ausgestattet ist. Im Vorbeigehen kann also jeder sein spontanes Instrumentenspiel zum Besten geben. "Die Akzeptanz unseres Betreuungsangebotes ist fantastisch", sagt Sonja Baur, Fachbereichsleiterin des Ordnungsamtes. "Musik ist für jedes Kind eine völlig neue Qualität der Verständigung und eine Möglichkeit, spielerisch soziale Kompetenzen zu entwickeln. Anfangs gibt es zwar kleinere Berührungsängste, aber mit der Zeit fügt sich jeder bestens ein."

Aktuell zählt der Kindergarten 17 Mitarbeiter, darunter zehn Erzieher und zwei Kinderpfleger. Fünf ehrenamtliche Kräfte verstärken das Team. Auch die Eltern werden regelmäßig in die Kita eingeladen. "Mittlerweile wollen viele Mütter und Väter sogar bei den Gruppengesängen mitmachen oder die Liedtexte mit nach Hause nehmen", freut sich die Leiterin.

Derzeit gibt es in Düsseldorf drei Kindertagesstätten mit einer musikpädagogischen Begleitung. Dieser Schwerpunkt soll langfristig auch bereits bestehende Einrichtungen in allen Stadtbezirken ergänzen.

(mro)