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Angermund: Kita: Artenschutz zum Anfassen

Angermund : Kita: Artenschutz zum Anfassen

Wo Flecki, Flauschi und Fuchsi jetzt wohl sein mögen? Ob sie den Regen und die Kälte gut vertragen? – Gerade haben die Kinder aus der Pinguin-Gruppe im Kindergarten St. Agnes ihre Schützlinge in die Freiheit entlassen.

Wo Flecki, Flauschi und Fuchsi jetzt wohl sein mögen? Ob sie den Regen und die Kälte gut vertragen? — Gerade haben die Kinder aus der Pinguin-Gruppe im Kindergarten St. Agnes ihre Schützlinge in die Freiheit entlassen.

Zehn Distelfalter mehr flattern nun durch den Düsseldorfer Norden. Viele Schmetterlingsarten sind vom Aussterben bedroht. Für den Kindergarten St. Agnes — als "Haus der kleinen Forscher" bereits für experimentelles Lernen ausgezeichnet — war das der Grund, um das Frühlingsprojekt in Angriff zu nehmen. Vom Ei bis zur Entfaltung als Schmetterling haben die Kleinkinder die Entstehung der Insekten begleitet und beobachtet.

"Die Kinder haben dabei Verantwortung für andere Lebewesen übernommen, Fürsorge gezeigt und ein naturwissenschaftliches Projekt mit allen Sinnen erfahren", erzählt Erzieherin Sarah Hackfort, die die Aktion mit Gabriele Spengler koordiniert. Nach Ostern war eine Ecke des Kindergartenraums in eine Aufzucht-Station verwandelt worden. Nachdem sie den Käfig gebastelt hatten, bestellte Erzieherin Sarah Hackfort bei einem Naturschutzverein die Schmetterlingseier. "Sie waren so klein wie Pfefferkörner." So richtig spannend wurde es, als die Raupen nach acht Tagen aus den Eiern schlüpften. "Die sind wie kleine Babys, so süß", fand Marlene (4). Gefüttert wurden sie mit Blättern und Trockenfutter. Die Entwicklung zum Schmetterling begleiteten die Erzieherinnen mit dem Vorlesen von Büchern, Malen, Basteln und Singen. Sarah Hackfort: "Wir überlegen jetzt schon, was wir als nächstes machen: vielleicht Kaulquappen aufziehen oder Marienkäfer."

(RP)