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RRX in Düsseldorf: Trasse zwischen Flughafen und Kalkum kommt

Rhein-Ruhr-Express in Düsseldorf : Stadt setzt Verbesserungen beim RRX durch

Zwischen Unterrath und Kalkum geht der RRX in die nächste Phase. Dort darf gebaut werden. Lärmschutz ist vorgesehen.

Die Deutsche Bahn kann die 4,5 Kilometer lange Trasse für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) zwischen dem Düsseldorfer Flughafen und Kalkum bauen. Dafür werden die vorhandenen vier Gleise auf sechs Gleise erhöht. Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss (OVA) hat seine Zustimmung für den sogenannten Planfeststellungsabschnitt (PFA) 3.0a erteilt, nachdem auch die beiden Bezirksvertretungen 5 und 6 zugestimmt hatten. Verbunden mit der Zustimmung sind aber mehrere Forderungen der Stadt, die in die Planungen aufgenommen werden sollen.

Zum vorbeugenden Lärmschutz ist auf einer Länge von 1,8 Kilometern das besonders überwachte Gleis vorgesehen. Die Stadt fordert, dass die regelmäßigen Kontrollen dieses Gleises auf alle sechs Gleise ausgeweitet wird. Entlang der Strecke sind zudem sechs Meter hohe Schallschutzwände geplant. Diese werden in Lichtenbroich östlich der Gleise eine Länge von 915 Metern und in Kalkum westlich der Gleise eine Länge von 650 Metern haben. In Düsseldorf werden aber insgesamt durch den RRX Schallschutzwände in einer Gesamtlänge von 25 Kilometern gebaut. „Das ist eine Größendimension, wie sie sonst nicht in anderen Städten vorkommt. Deshalb fordern wir einen Gestaltungswettbewerb für die Wände, damit diese eine Qualität erhalten“, sagt Klaus Lorenz, Verkehrsexperte im Büro des Oberbürgermeisters, der die Pläne in den politischen Gremien erläuterte.

Klar wenden sich Stadt und Politik auch gegen den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln entlang der Bahnstrecke, der künftig genehmigt werden muss. „Die Notwendigkeit eines Einsatzes ist bei Antragsstellung nach dem Pflanzenschutzgesetz hinreichend nachvollziehbar zu begründen und dem Umweltamt sowie den Anwohnern rechtzeitig vor einem geplanten Pestizideinsatz schriftlich vorzulegen“, sagt die Verwaltung. Die CDU in der Bezirksvertretung 5 geht noch einen Schritt weiter und fordert die Verwaltung in einem Antrag auf, bei der Bahn darauf zu drängen, dass auf den Einsatz von Glyphosat künftig verzichtet wird und stattdessen schonendere Mittel oder Maßnahmen eingesetzt werden.

Für Diskussion in der Bezirksvertretung 5 sorgte auch das geplante Kreuzungsbauwerk im Bereich des ehemaligen Kalkumer Bahnhofs, welches notwendig ist, da bis Duisburg ein Gleiswechsel stattfinden muss. Dass die Anlage dort als Trogbauwerk realisiert werden soll, sorgte für Kritik. Solch ein Tunnel sei zwar nicht mit dem gewünschten Tunnel in Angermund vergleichbar, aber es sei schwer nachvollziehbar, dass die für Angermund angeführten Probleme wie die Wasserverhältnisse in Kalkum plötzlich keine Rolle mehr spielen würden, sagt die CDU. Im Nachhinein bezeichnet sie deshalb die Unterteilung der RRX Strecke zwischen Unterrath und Angermund in zwei Planungsabschnitte als einen Fehler. „Die Tunneldiskussion in Angermund wäre sonst bestimmt anders verlaufen“, sagt Marianne Hagen (FDP).