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Proteste gegen die Bebauung einer Ackerfläche bei Schloss Kalkum

Entwicklung Schloss Kalkum : Menschenkette für den Erhalt von Freiflächen

Die Bebauung eines Ackers bei Schloss Kalkum wird diskutiert. Bürger protestieren gegen diesen Plan.

Am Dienstag findet ein Workshop zur Zukunft von Schloss Kalkum und den Nachbargrundstücken statt, an dem unter anderem der Investor Peter Thunnissen, Politiker, Mitglieder der Verwaltung, Architekten und Landschaftsplaner und Vertreter der Bürgerinitiative teilnehmen werden. Viele Fragen sind bislang bei den bisherigen Info-Veranstaltungen offen geblieben. Die Bezirksvertretung 5 hat deshalb Themen festgelegt und die Verwaltung gebeten, diese beim Workshop des Stadtplanungsamtes zu berücksichtigen.

Die Politiker wollen beispielsweise wissen, welche Aktivitäten die Verwaltung unternommen hat, um die Bebauung der Ackerflächen vor dem Schlosspark Kalkum überflüssig zu machen. So hatte das Gremium Ende März beschlossen „dass vor jeder Bebauung der umliegenden Flächen alle denkbaren anderweitigen Lösungen ausgeschöpft werden“. Die Verwaltung soll zudem darstellen, wie sie das Konzept aus umweltrechtlicher, klimatologischer, denkmalpflegerischer, verkehrlicher, städtebaulicher und auch vertragsrechtlicher Sicht beurteilt. Die Informationen sollen später in Politik und Öffentlichkeit diskutiert werden. Zudem wird die Verwaltung gebeten, beim Workshop Vorstellungen über die Zukunft des Schlosses zu präsentieren, sollte der Investor von seinem Rücktrittsrecht Gebrauch machen. „Offenbar gibt es dafür bislang keinen Plan“, sagt Ratsherr Andreas Auler.

Derweil nimmt der Widerstand der Bürger gegen die mögliche Bebauung einer bislang landwirtschaftlich genutzten Fläche vor dem Schloss zu. Schon mehr als 2000 Menschen haben die Online-Petition gegen das Bauen am Schloss unterschrieben. Unterstützt wird dieser Protest jetzt auch vom Kulturkreis Kalkum. „Die unter Naturschutz stehenden Flächen müssen frei und erhalten bleiben, auch um den notwendigen Klimaaustausch für die Stadt Düsseldorf sicherzustellen“, sagt der Vorsitzende Gerhard Becker.

Der Kulturkreis will deshalb am kommenden Sonntag um 11.30 Uhr eine Menschenkette rund um die Ackerfläche bilden, um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen und hofft dabei auf viele Unterstützer.