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Mutwillige Zerstörung neuer Parkbänke im Park von Schloss Kalkum in Düsseldorf.

Vandalismus in Düsseldorf : Neue Sitzbänke im Schlosspark Kalkum mutwillig zerstört

Lange hatten Bürger neue Bänke für den Park von Schloss Kalkum gefordert. Nachdem diese endlich installiert wurden, kam es sehr schnell zu Vandalismus.

Rund 20.000 Euro hat das Land NRW in elf neue Sitzbänke und Mülleimer im öffentlich zugänglichen Park von Schloss Kalkum investiert. Die alten Bänke wurden abgebaut und für die neuen Sitzgelegenheiten, die gemeinsam mit der Denkmalschutzbehörde ausgewählt wurden, wurden Fundamente gegossen und Flächen gepflastert. Wie der landeseigenen Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) nun mitteilt, haben Unbekannte bereits eine der Bänke an einem etwas abgelegenen Ort im Park mit Gewalt aus ihrem Fundament gehebelt und umgekippt liegen gelassen.

„Ich habe so etwas befürchtet. Kalkum ist leider schon lange nicht mehr so dörflich und friedlich wie früher“, sagt Gerhard Becker, Vorsitzender des Kalkumer Kulturkreises. Müllhaufen, die sich innerhalb einer Nacht ansammeln, würden schon seit Längerem darauf hindeuten, dass im Schlosspark Partys gefeiert würden. „Mehrfache Hinweise an das Ordnungsamt haben aber zu keiner Verbesserung geführt“, sagt Becker.

Der Park von Schloss Kalkum, der wie das Schloss unter Denkmalschutz steht, ist bei den Bürgern sehr beliebt. Viele Menschen gehen dort spazieren, joggen oder führen ihren Hund aus. Deshalb setzen sich die Bürger seit Jahren für eine ordentliche und regelmäßige Pflege der Anlage ein, die nach den Plänen des berühmten Gartenarchitekten Maximilian Friedrich Weyhe Anfang des 19. Jahrhunderts angelegt wurde. Zuletzt gab es Beschwerden über fehlende Mülleimer und die alten Sitzbänke. Diese waren stark vermoost und dreckig. Der Park und das Schloss befinden sich, was die Besitzverhältnisse angeht, in einer Art Schwebezustand.

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Das Land hat das Schloss und den Park an den Investor Peter Thunnissen verkauft, eine Übergabe der Immobilie soll aber noch nicht erfolgt sein. Zu den Gründen teilte der BLB bislang lediglich mit: „Aus Gründen der Verschwiegenheitspflicht können und werden wir uns zu Vertragsdetails nicht äußern.“