Kalkum : Kalkum: Schlossverkauf stockt noch

Strenge Denkmalschutz-Auflagen schrecken potenzielle Käufer ab.

Die Vermarktung von Schloss Kalkum gestaltet sich schwierig, da der dafür zuständige Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB NRW) noch keinen Verkaufsprospekt erstellt hat. Aber auch die hohen Denkmalschutzauflagen, welche die Nutzungsmöglichkeiten stark einschränken, dürften potenzielle Käufer abschrecken. Neue Fenster beispielsweise oder die Umgestaltung der Repräsentativräume im Erdgeschoss des Südflügels sind nicht erlaubt.

Oberbürgermeister Thomas Geisel hatte deshalb schon vor Monaten im Rahmen einer Bürgersprechstunde erklärt, dass eine Lockerung des Denkmalschutzes von Schloss Kalkum sinnvoll sein könnte, um eine wirtschaftlich attraktive Nutzung zu ermöglichen.

Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung 5 hat diesen Ansatz jetzt aufgegriffen und wollte von der Verwaltung erfahren, ob es eine Möglichkeit zur Lockerung des Denkmalschutzes gibt, ohne den äußeren Baukörper dabei zu tangieren. Die Verwaltung teilte daraufhin mit, dass denkmalschutzrechtliche Erlaubnisse nur auf konkrete Anfragen erteilt würden. Der Unteren Denkmalbehörde lägen aber bislang keine konkreten Nutzungsanfragen für das historische Gebäude vor. Allerdings dürfte ein neuer Besitzer vorhandene Bauteile, wie die Betondecken, in der Regel im Gebäude lassen.

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Das Land NRW richtete 1962 in dem einzigen Wasserschloss von Düsseldorf ein Archiv ein. Nach dem Umzug des Archivs 2014 nach Duisburg hatte das Land keine weitere Verwendung mehr für das Barockschloss, das seitdem leer steht und dennoch hohe Kosten verursacht. Bereits 1,3 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr in die Dachsanierung investiert. Die gleiche Summe soll in diesem und im Jahr 2018 für die Fassadensanierung eingesetzt werden, damit das Gebäude wieder wind- und wetterfest wird.

(brab)