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Hinweistafel für das historische Wüsthofsgut in Düsseldorf Kalkum

Ortsgeschichte von Düsseldorf Kalkum : Ein Info-Schild für das Wüsthofsgut

Die Geschichte vieler Häuser in Kalkum reicht bis ins Mittelalter. Hinweistafeln geben darüber Auskunft.

Der Kalkumer Kulturkreis hat sein erfolgreiches Projekt fortgesetzt und an einem weiteren alten Gebäude im Ort eine Hinweistafel angebracht. „Das ist bereits das 23. Schild. Wir sind begeistert, wie viele Menschen diese durchlesen. Die Kalkumer erfahren so mehr über ihre Heimat und viele Fußgänger und Radfahrer zeigen sich auch sehr interessiert“, sagt Vereinsvorsitzender Gerhard Becker. Den Text für die Erläuterung des Wüsthofsgutes an der Ecke Edmund-Bertrams-Straße/Zeppenheimer Dorfstraße hat erneut die Heimatforscherin Rita Becker (nicht verwandt mit dem Vorsitzenden) zusammengestellt und dafür monatelang akribisch geforscht. Der Text erläutert die wechselvolle Geschichte des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes, das heute in dritter Generation von der Familie Brücker bewohnt wird, die dort Landwirtschaft betreibt.

Schon vor 1520 und bis 1840 besaß die Stiftskirche Kaiserswerth Eigentumsrechte an dem Hofplatz. Im 17. und 18. Jahrhundert war der Ort unbebaut, also wüst, was zu seinem Namen „Wüsthofsgut“ führte, den das Gehöft behielt, bis um 1830 Hausnummern eingeführt wurden und somit Namen zur Orientierung nicht mehr benötigt wurden. 1786 errichtete Zimmermeister Wilhelm Windeck dort ein Wohnhaus mit Schreinerwerkstatt. 1826 übernimmt Schwiegersohn Laurenz Bertrams Haus, Hof und Betrieb. Von 1864 an wird das Wüsthofsgut landwirtschaftliches Gehöft. Das heutige Wohnhaus entsteht 1912 unter Edmund Bertrams. Von 1919 bis 1929 amtierte dieser als Gemeindevorsteher für Kalkum und Zeppenheim. 1941 zieht Bertrams aus dem Gehöft aus und übergibt den Hof an den Landwirt Ernst Brücker, dessen Nachkommen heute noch dort leben.

Rita Becker hat noch viele weitere Details recherchiert, welche der Kulturkreis Ende des Jahres in seinem fünften Band der Historischen Reihe veröffentlicht. Zudem sollen noch weitere historische Gebäuden im Ort Infotafeln erhalten.