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Düsseldorf: Pläne für Fotoinstitut im Schloss Kalkum - Verkauf stoppen

Bund Deutscher Architekten : Pläne für Fotozentrum Düsseldorf in Schloss Kalkum

Der Bund Deutscher Architekten schlägt vor, den Verkauf von Schloss Kalkum in Düsseldorf zu stoppen und dort das geplante Fotozentrum einzurichten. Damit soll das das Denkmal gefördert und der Hofgarten vollständig erhalten werden.

Noch immer ist offen, wie es mit Schloss Kalkum weitergehen soll. Denn der Investor Peter Thunnissen hat noch nicht bekannt gegeben, wie er damit umgehen will, dass er keinen Wohnungsbau im Umfeld des Schlosses errichten darf.

Damit sollte eigentlich die Sanierung des denkmalgeschützten Schlosses, in dem eine Musikakademie eingerichtet werden sollte, finanziert werden. Jetzt bringt der Bund Deutscher Architekten (BDA) eine neue Idee ins Spiel. Er schlägt vor, den Verkauf zu stoppen und in dem Schloss ein Fotomuseum einzurichten und dafür einen Architektenwettbewerb durchzuführen.

Bislang war für ein mögliches Fotozentrum in Düsseldorf der Ehrenhof am Rand des Hofgartens im Gespräch. Für den Standort Schloss Kalkum sieht der BDA aber viele Vorteile. „Das Fotoinstitut erhält einen würdigen Standort und zum anderen könnte durch die Entscheidung für das Schloss Kalkum der Hofgarten unversehrt und vollständig bestehen bleiben. Die erforderlichen Gelder für den Bau des Fotoinstituts kämen auch dem Denkmal Schloss Kalkum zugute“, sagt Georg Döring, Vorsitzender des BDA Düsseldorf.

Die Anlage würde Platz für vielfältige Nutzungen bieten. „Es lassen sich klassische Ausstellungsräume einrichten, aber auch ein Museumsteil mit verschiedenen Veranstaltungs-, Schulungs- und Forschungsräumen, Dozentenappartements, Werkstätten, ein Museumsshop sowie ein Café“, schreibt Döring in einem Brief, den er unter anderem an die Bezirksregierung und Oberbürgermeister Thomas Geisel gerichtet hat. Der umliegende Park, der ebenfalls unter Denkmalschutz steht, würde zum Flanieren einladen. „So würden Bau-, Garten- und Fotokunst vereint“, sagt Döring und nennt als ein gelungenes Projekt dafür die Stiftung Schloss Moyland.

Der Kulturkreis Kalkum begrüßt diesen Vorschlag, da er sich wünscht, dass das Land, als bisheriger Eigentümer der Immobilie, „die Geschicke des Schlosses wieder selbst in die Hand“ nimmt.

Sollte das Schloss für ein Fotomuseum nicht stadtnah genug liegen, schlägt der Kulturkreis dort die Einrichtung eines Archivs mit Arbeitsräumen als Ergänzung zu einem Fotomuseum in der Innenstadt vor. „Das Schloss wurde lange Zeit als Standort des Landesarchivs NRW genutzt. Somit sind schon benötigte bauliche Vorleistungen vorhanden“, sagt Gerhard Becker, Kulturkreis-Vorsitzender.

In den nächsten Monaten wird eine Expertenkommission eine inhaltliche Ausrichtung für das Institut vorstellen. Erst dann soll über den Standort, also in welcher Stadt so eine Einrichtung überhaupt geplant wird, entschieden werden. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat allerdings schon im Dezember für das Projekt 41,5 Millionen Euro Fördergelder eingestellt – mit Bezug zu Düsseldorf.