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Düsseldorf Ein kleines Dorf mit großem Ehrenamt

Leben in Kalkum : Ein kleines Dorf mit großem Engagement

In Kalkum wird das Gemeinschaftsgefühl groß geschrieben. Florian Kels hilft seit seiner Jugend bei der Freiwilligen Feuerwehr mit.

Florian Kels hat schon so manch einem Düsseldorfer erst einmal beschreiben müssen, wo Kalkum eigentlich geographisch liegt. Und während er das erzählt, lacht er. Der 34-Jährige hat nämlich kein Problem damit, dass es Düsseldorfer gibt, die Kalkum so gar nicht auf ihrem „Radar“ haben. Und dass vor Ort auf den ersten Blick erst einmal so ziemlich nichts passiert. Er schätze gerade dieses „entschleunigte Leben“, dass er in der ländlichen, ruhigen Idylle joggen gehen könne und dass das Ehrenamt und das Gemeinschaftsgefühl im Dorf so ausgeprägt sein.

Er selbst ist schon als Jugendlicher zur Freiwilligen Feuerwehr dazugestoßen. „Mein Vater war schon in der Löschgruppe“, sagt der 34-Jährige. Später entschied er sich auch beruflich für die Feuerwehr und ging für seine Ausbildung sogar ins „Exil“ nach Dortmund. Doch die Postleitzahl 40489 — auf die konnte er eben nicht lange verzichten und zog gut 18 Monate später wieder zurück. Denn in Kalkum, da sei sein Leben. Der Schützenverein und die Freiwillige Feuerwehr: Von denen wolle und könne er sich nicht trennen. Auf die Kameraden sei immer Verlass. Kaum sei die Frage „Kann mir jemand helfen?“ ausgesprochen, sei auch schon jemand auf dem Weg.

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Wer am Dorfleben teilhaben will, sollte sich auch für den Schützenverein oder die Freiwillige Feuerwehr engagieren, rät Kels. Das Sozialleben hänge in Kalkum eben sehr an diesen beiden Institutionen. Dass das gastronomische Angebot vor Ort mit einem Restaurant doch sehr überschaubar ist, stört ihn nicht weiter. „Sicher wäre eine Kneipe auch schön, aber ich bin auch in wenigen Minuten in Kaiserswerth.“ Mit den Nachbardörfern würde man sich auch immer wieder einen Spaß erlauben. „Da gibt es schon mal den einen oder anderen Seitenhieb, wer denn eigentlich den schöneren Ort habe. Doch das sind alles fantastische Dörfer“, sagt Florian Kels.

Der Brandmeister hat sicherlich nicht zum letzten Mal einem Düsseldorfer beschrieben, wo Kalkum eigentlich liegt. Doch das macht ihm nichts aus. Kalkum, das sei eben ein „verstecktes Kleinod“, sagt Florian Kels. Und daran solle sich auch nichts ändern.

(semi)