Kaiserswerth: Projekt "Aktive Nachbarschaft" für den Norden

Kaiserswerth: Projekt "Aktive Nachbarschaft" für den Norden

Unter dem Dach der evangelischen Kirchengemeinde Kaiserswerth ist jetzt der Startschuss für ein Projekt im Düsseldorfer Norden gefallen, dank dem Menschen trotz pflegerischen oder sozialen Unterstützungsbedarfs weiterhin ein selbstbestimmtes Leben führen können sollen. "Wer ein Handicap hat, ist womöglich nicht mehr mobil, wer seinen Partner verliert, droht zu vereinsamen. Am ehesten bekommt das der Nachbar im unmittelbaren Umfeld mit", erklärt Gudrun Zimmermann, Vorsitzende des Diakonieausschusses, aus dem die Initialzündung kam. Mit dem Projekt "Aktive Nachbarschaft" soll ein Netzwerk im Quartier geknüpft werden, in dem ein gemeinschaftliches Miteinander gelebt wird und nachbarschaftliche, aber auch professionelle Unterstützung vermittelt werden können. "Die Mutter, die nicht mehr ans Telefon geht, der Nachbar, der plötzlich auf einen Rollator angewiesen ist, die Bekannte, die man gar nicht mehr auf der Straße sieht. Das sind Beispiele, bei denen Hilfsbedarf bestehen könnte. Das muss nicht der Pflegedienst sein, mal für den anderen Einkaufen gehen oder den Rasen mähen, könnte schon genügen", sagt Zimmermann. Ziel sei immer: Möglichst lange selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben zu können.

"Wir wissen, dass Menschen zurückhaltend sind, Unterstützung in Anspruch zu nehmen, und wir kennen die Scham, die eigene Einsamkeit einzugestehen. Aber beides führt zur Isolation und macht krank", so Zimmermann. Die "Aktive Nachbarschaft" soll genau das verhindern - Mitstreiter erwünscht.

Kontakt nachbarschaft.kaiserswerth@ekir.de oder Tel 40 80 416

(arc)