Politiker vertagen Entscheidung über Kaiserswerther Markt in Düsseldorf

Neugestaltung Ortszentrum in Düsseldorf Kaiserswerth : Entscheidung über Kaiserswerther Markt wird vertagt

Die Politiker wollen noch Wünsche zum Verkehr und zur Umgestaltung des historischen Platzes mit der Verwaltung abstimmen.

Der Krankheitsbefall der Kastanien auf dem Kaiserswerther Markt schreitet schneller voran, als ursprünglich prognostiziert. So hat das Gartenamt nun mitgeteilt, dass sechs Bäume aus Gründen der Verkehrssicherheit zurückgeschnitten werden. Sie müssen dann im Winter gefällt werden, da sie bereits erheblich durch ein Bakterium geschädigt sind. Damit wird der Platz wieder ein bisschen unattraktiver werden. Und eine Verbesserung der Gesamtsituation ist noch lange nicht in Sicht.

Die Verwaltung hat vor der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung 5 ihre Vorlage zur Neugestaltung des Kaiserswerther Marktes zurückgezogen. Es hatte sich im Vorfeld abgezeichnet, dass sich keine breite Mehrheit für eines der dort vorgestellten Konzepte finden würde. Deshalb will sich die Verwaltung in dieser Woche mit Mitgliedern der Bezirksvertretung treffen, um deren Vorstellungen mit aufzunehmen. So will die CDU zum Beispiel nicht pauschal für die Abschaffung aller Parkplätze am Markt stimmen, um mit dieser verkehrsberuhigten Variante Fördermittel beantragen zu können. „Wenn überhaupt Parkplätze wegfallen sollen, muss auch gezeigt werden, wo ein Ausgleich, etwa in Form einer Quartiersgarage, geschaffen werden kann“, sagt Benedict Stieber, Vorsitzender der CDU-Fraktion.

Eine der Varianten, nur die Mittelinsel für rund zwei Millionen Euro zu sanieren, hält Stieber nicht für zielführend. Dafür spricht sich aber die FDP aus, da das ursprünglich über mehrere Jahre auch mit den Bürgern erarbeitete Konzept für den gesamten Markt aufgrund von archäologischen Funden nicht umgesetzt werden kann. Mit der Beschränkung auf die Umgestaltung der Mittelinsel will die FDP alle Parkplätze erhalten und gleichzeitig die Bauzeit kurz halten.

Die SPD hingegen könnte sich eine verkehrsreduzierte Planung durchaus vorstellen. Ihr ist es aber besonders wichtig, dass das Projekt endlich vorangetrieben wird. „Um einen möglichst breiten politischen Konsens zu erreichen, ist es in Ordnung, die Entscheidung um einen Monat zu verschieben. Aber dann sollte es endlich ein Startsignal geben“, sagt Benjamin Schwarz.

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