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Pflegemuseum in Düsseldorf Kaiserswerth zeigt seltene medizinische Exponate

Museum in Düsseldorf : Pflegemuseum zeigt seltene medizinische Exponate

Mit vielen Museumsstücken, Texten und Hörstationen gibt das Pflegemuseum einen Überblick über 200 Jahre Entwicklung der Krankenpflege.

Das Pflegemuseum Kaiserswerth besteht seit zehn Jahren. Tausende Besucher insbesondere aus der Pflegeausbildung konnten an diesem außerschulischen Lernort bereits ihren Horizont erweitern. Es kamen aber auch zahlreiche individuelle Gäste, die sich für die Geschichte der Pflege und besondere Persönlichkeiten, wie die Fliedners oder Florence Nightingale, interessierten.

Jetzt wurden Teile der Sammlungen zugänglich gemacht, die sonst in den Magazinen verborgen und selten zu sehen sind. In einer Vitrine sind nun Schwesternbroschen ausgestellt, die einen wichtigen Aspekt der Berufsidentität von Pflegenden bilden. Neben Stücken aus der eigenen Sammlung der Fliedner-Kulturstiftung Kaiserswerth sind auch internationale Exponate aus der Sammlung des Wiener Pflegehistorikers Vlastimil Kozon zu sehen.

In zwei weiteren Vitrinen wird zudem eine Auswahl der umfangreichen medizinhistorischen Sammlung von Jürgen Krömer gezeigt, die er dem Pflegemuseum vor einigen Jahren übergeben hat. Der Internist war bis 1976 im Marienkrankenhaus tätig und gründete eine eigene Praxis am Kaiserswerther Markt. Im Laufe seiner jahrzehntelangen Tätigkeit vereinte er Erbstücke, gekaufte oder geschenkte Exponate zu einem vielseitigen Überblick der Medizingeschichte von der Antike bis in die heutige Zeit.

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Ein ganz besonderes Stück ist das sogenannte „Doktorsweibchen“ aus China, eine kleine Elfenbeinfigur in einem speziellen Kästchen. Bei Unpässlichkeit einer Herrin ging diese üblicherweise nicht selbst zum Arzt, sondern erklärte einer Zofe mithilfe der Puppe die Art der Beschwerden. Mit diesem Wissen suchte die Zofe den Doktor auf, ließ sich beraten und kehrte mit den verordneten Medikamenten und Therapieanweisungen wieder zu ihrer Herrin zurück. Neben den Sonderausstellungen bietet auch die Dauerausstellung des Pflegemuseums interessante Einblicke in die Geschichte der Pflege von der Antike bis zur heutigen Zeit.

Das Museum befindet sich in Haus Tabea neben der Mutterhauskirche am Zeppenheimer Weg 20 und ist dienstags und mittwochs von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr und nach Vereinbarung zu besichtigen. Der Eintritt kostet 5 Euro. Weitere Infos stehen online unter www.fliedner-kulturstiftung.de.