Neues Nutzungskonzept für das Kunstarchiv in Düsseldorf Kaiserswerth

Kaiserswerther Kunstarchiv : Neue Ideen für die alte Kaiserswerther Schule

Nach dem Tod der bisherigen Nutzer und Bewohner gibt es verschiedene Überlegungen zur Zukunft des Gebäudes. Kultur wird dabei auf alle Fälle eine Rolle spielen.

Für die alte Schule am Stiftsplatz in Kaiserswerth will die Verwaltung ein neues Nutzungskonzept erstellen. Der Gesprächskreis Kaiserswerth (GK) hat sich deshalb an den Kulturdezernenten Hans-Georg Lohe gewandt, um seine Ideen für eine zukünftige Nutzung zu unterbreiten. So könnte sich der Gesprächskreis die Einrichtung eines Kulturhauses vorstellen, in dem viele verschiedene kulturelle Angebote für alle Generationen gemacht werden. Ausstellungen, Kurse, Gastateliers und eine Kleinkunstbühne gehören zu den Ideen, die bei einem Workshop des GK vor zwei Jahren erarbeitet wurden, an dem sich 13 Kaiserswerther Vereine und Institutionen beteiligt haben. Ein Kulturhaus könnte den Gemeinschaftssinn in Kaiserswerth stärken, ein touristischer Anziehungspunkt sein und eine kulturelle Vielfalt statt einer Monokultur bieten, hofft der GK.

Die Verwaltung hat aber bereits in der Bezirksvertretung 5 auf Anfrage der SPD-Fraktion mitgeteilt, dass das Genre Fotografie und seine Präsentation und Vermittlung auch in Zukunft Schwerpunkt in der alten Schule sein wird. Bis zum 1. September wird dort eine Ausstellung mit Arbeiten von Bernd und Hilla Becher gezeigt. „Darüber hinaus ist beabsichtigt, im Erdgeschoss des Gebäudes dauerhaft Fotoausstellungen zu zeigen. Anregungen der Bezirksvertretung, die mit einer solchen Nutzung in Einklang stehen, können in das Nutzungskonzept einfließen“, sagt die Verwaltung.

In der alten Schule ist das Kunstarchiv Kaiserswerth untergebracht. Die Einrichtung hat bislang das Ziel verfolgt, das Werk der Fotokünstler Bernd und Hilla Becher sowie die Sammlung des Kunsthistorikers Volker Kahmen dauerhaft in Düsseldorf zu verankern. Nach dem Tod der Bechers und von Volker Kahmen in den Jahren 2007 bis 2017 muss jetzt die Nutzung des Gebäudes, in dem Max Becher, der Sohn des Künstlerehepaars lebt und ein Atelier nutzt, neu geregelt werden.

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