Neue Ausstellung im Museum Düsseldorf Kaiserswerth des heimat und Bürgervereins

Künstler zeigen ihre Werke : Museum zeigt Künstler aus der Heimat

Zu den Zielen des Heimat- und Bürgervereins Kaiserswerth gehört es, die Geschichte und Kunst im Stadtteil zu fördern. Mit zwei sehr unterschiedlichen Ausstellungen soll das in diesem Jahr umgesetzt werden.

Gleich zwei besondere Termine will der Heimat- und Bürgerverein Kaiserswerth (HBV) in diesem Jahr mit zwei Ausstellungen im Kaiserswerther Museum feiern. So wurde vor 100 Jahren die Künstlervereinigung „Das Junge Rheinland“ ins Leben gerufen. Eines der Gründungsmitglieder war der Kaiserswerther Schriftsteller und Dramaturg Herbert Eulenberg. Eulenberg war es auch, auf dessen Initiative hin vor 70 Jahren die Heimatfreunde Kaiserswerth, der heutige Heimat- und Bürgerverein, gegründet wurde.

 Zu seinem 70. Geburtstag macht der Verein seinen Mitgliedern ein Geschenk, denn neun von ihnen, die zwar keine professionellen Künstler, aber künstlerisch tätig sind, dürfen ihre Werke im Museum zeigen. Eine ähnliche Schau, damals aber mit anderen Künstlern, hat der Vereinsvorsitzende Wilhelm Mayer bereits 2005 ausgerichtet. „Die war ein großer Erfolg und den erwarte ich diesmal auch wieder.“ Gezeigt werden von heute an Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Plastik und Fotografie – abstrakte und naturalistische Darstellungen mit Motiven aus der ganzen Welt, aber auch aus dem Düsseldorfer Norden.

Vor zwei Monaten hat Mayer mit den Vorbereitungen zur Schau begonnen. Die Einladung und Poster wurden erstellt, die Werke der Künstler ausgewählt und aufgehängt. Vertreten sind mit repräsentativen Arbeiten Klaus Egetmeyer, Gustav-A. Hornscheidt, Andrea Lauth, Wilhelm Opretzka, Konstantin Döhler, Günter Rabenstein, Hedi Schenk, Claudia Schmidt und Anneliese Yui.

Die Ausstellung ist bereits die 78. Schau, die Wilhelm Mayer konzipiert. Fast alle wichtigen alten Künstler, die sich in irgendeiner Form mit Kaiserswerth auseinander gesetzt haben, hat er bereits gezeigt. Um solche Ausstellungen organisieren zu können, muss Mayer oftmals viel Forschungsarbeit leisten, denn immer wieder sind die Werke des Künstlers weit verstreut und oftmals gibt es keine Aufzeichnungen über den Künstler selbst. Bereits seit vielen Jahren beschäftigte sich Mayer intensiv mit der Künstlervereinigung „Das Junge Rheinland“, die das Thema der zweiten Ausstellung ist, die vom 5. Juli an gezeigt werden soll.

Ein Ausschnitt aus einem Werk, das von Klaus Egetmeyer geschaffen wurde und im Museum Kaiserswerth zu sehen ist. Foto: Julia Brabeck

Mayer will dabei einen Aspekt der Gruppe präsentieren, der bei der aktuellen Ausstellung im Museum Kunstpalast nicht beachtet würde. „Es werden keine Werke von Otto Pankok gezeigt, da dieser keine Bilder in Farbe geschaffen hat, dafür aber großartige Holzschnitte, Radierungen und Kohlezeichnungen.“ Das sei damals das wichtigste Ausdrucksmittel der jungen Künstlergeneration gewesen und deshalb sollen vor allen Dingen Druckgrafiken in der Kaiserswerther Schau gezeigt werden. Ergänzt wird diese noch durch Biografien beispielsweise zu Herbert Eulenberg oder auch zu dem Kaiserswerther Künstler Adolf de Haer.

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