Kaiserswerth: Mohammed und Tairbek können wieder lachen

Kaiserswerth: Mohammed und Tairbek können wieder lachen

Mohammed und Tairbek haben viele Gemeinsamkeiten. Beide sind drei Jahre alt, kommen aus Kirgisistan in Zentralasien, spielen gerne mit Autos und können jetzt ihr Leben ohne Schmerzen genießen. Das war bislang nicht der Fall, denn die Jungen kamen beide krank auf die Welt. Sie hatten eine Fehlbildung des Darms, keinen oder nur einen unzureichenden Darmausgang, weshalb sie einen künstlichen Ausgang erhielten.

Im August sind die kleinen Kirgisen über das Friedensdorf International Oberhausen nach Deutschland gekommen und wurden erfolgreich in der Klinik für Kinderchirurgie des Florence-Nightingale-Krankenhauses operiert und werden dort noch bis Februar betreut und versorgt. Dann können sie zu ihren Eltern und Geschwistern zurückkehren. "Die Voraussetzungen für ein normales Leben sind bei beiden Jungen sehr gut", sagt Bertram Reingruber, Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie. Ermöglicht wurde die Behandlung mit Geldern aus dem Nothilfefonds der Förderstiftung der Kaiserswerther Diakonie, da die Behandlungen nicht von den Krankenkassen getragen werden. Die Stiftung hat seit 2014 bereits vielen Kindern durch einen medizinischen Eingriff helfen können. Die Stiftung ist dabei selber auf Spenden angewiesen, zumal die Anfragen für eine ärztliche Behandlung von Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten, denen in ihrem Heimatland nicht geholfen werden kann, beständig zunehmen. Dort sind oft die Krankenhäuser zerstört, gibt es keine ausreichende Versorgung und die Eltern können sich eine aufwendige Behandlung nicht leisten. Ohne die Hilfe aus Deutschland müssten die Kinder ihr ganzes Leben unter Schmerzen leiden oder sterben an der angeborenen Fehlbildung. Weitere Infos zur Förderstiftung stehen online unter www.kaiserswerther-diakonie.de.

(brab)