Düsseldorf : Hausputz für die Klemensbrücke

In den nächsten zwei Wochen wird die Klemensbrücke in Kaiserswerth von Auszubildenden der Bauindustrie grundlegend gesäubert und ausgebessert. Die Sanierung des benachbarten Spielplatzes wird in Kürze abgeschlossen.

Bereits zum zweiten Mal profitiert Kaiserswerth von einer Kooperation zwischen der Stadt Düsseldorf und dem Bauindustrieverband NRW. Vier Auszubildende des Verbandes reinigen 14 Tage lang die Klemensbrücke am Eingang zum historischen Ortskern. Es wird Unkraut entfernt, die Fugen werden ausgebessert, die Abdeckungsplatten grundgereinigt und fehlende Steine ersetzt. 800 neue Steine sollen so in den nächsten Tagen Lücken füllen und gegen beschädigte Steine ausgetauscht werden.

Von städtischer Seite stand für diese Verschönerungsarbeiten eigentlich kein Geld zur Verfügung. "Im städtischen Haushalt haben Brücken Vorrang, bei denen die Verkehrssicherheit betroffen ist. Uns freut es aber sehr, dass die Klemensbrücke wieder vorzeigbar wird", sagt Stephan Keller, Beigeordneter der Stadt Düsseldorf. Denn diese Brücke stehe zwar nicht unter Denkmalschutz, aber im Umfeld der historischen Ortsmitte.

Auch für Material und Baugeräte muss die Stadt nicht aufkommen. Es wird von Düsseldorfer Mitgliedsfirmen des Verbandes kostenlos gestellt. "Für uns ist das eine gute Werbung. Wir können hier zeigen, wie anspruchsvoll und vielseitig Ausbildungen und Berufe in der Bauindustrie sind", sagt Axel A. Wahl, Vorstandsmitglied des Bauindustrieverbandes.

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Für die Klemensbrücke hatte man sich entschieden, weil dort auch in unmittelbarer Nachbarschaft der Kinderspielplatz vollständig saniert und in rund zwei Wochen eröffnet wird, wenn der Rollrasen ausreichend angewachsen ist. Hier wurden unter anderem ein großes Spielschiff in einem Sandbereich und viele Bänke aufgestellt. Die Bezirksvertretung 5 hat außerdem beschlossen, auch noch nachträglich Fitnessgeräte für Senioren installieren zu lassen. "Die Spielplatzbesucher können dann auf eine schöne Brücke schauen", sagt Wahl. Freie Sicht haben diese bereits auf die historische Bastionsmauer, die im vergangenen Jahr für 1,6 Millionen Euro restauriert wurde. Entstanden ist der 60 Meter lange Rest der Anlage ab dem 16. Jahrhundert, als Kaiserswerth zu einer Festung mit Erdwällen und Bastionen ausgebaut wurde.

Ein weiteres Projekt in diesem Bereich lässt allerdings weiter auf sich warten. Nachdem bereits vor fast drei Jahren der südliche Grünzug, also der Bereich zwischen Barbarossawall und Niederrheinstraße, gestaltet wurde, sollte auch der nördliche Grünzug, also das Gebiet zwischen Eulenbergweg und Arnheimer Straße, parkähnlich mit einem 500 Meter langen Wanderweg ausgebaut werden, der bis zur Klemensbrücke führt.

Die Bewohner des benachbarten alten Gutshofes wollten diese Planungen aber nicht hinnehmen. Sie befürchten einen Eingriff in ihre Privatsphäre, da der Weg entlang ihrer Grundstücksgrenze und über ein Privatgrundstück führen würde. Die Bewohner haben deshalb dagegen geklagt und wie - nun bekannt wurde - die Klage auch gewonnen. Die Stadt will das Grünzugprojekt aber dennoch fortsetzen und nimmt die Planungen für eine andere Wegeführung auf.

(RP)