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Gaslaternen und Bodenfunde verzögern den neuen Kaiserswerther Markt

Umgestaltung Kaiserswerther Markt : Gaslaternen und Bodenfunde verzögern den neuen Markt

Nach jahrelanger Diskussion hatten die Kaiserswerther eigentlich auf eine schnelle Umgestaltung gehofft. Daraus wird aber nichts.

Vor einem Jahr sah es so aus, als könne die Umgestaltung des Kaiserswerther Marktes bald beginnen. Davon kann zurzeit keine Rede mehr sein, denn die Diskussion um die Erhaltung von Gaslaternen und überraschende Bodenfunde halten die Umsetzung des Projektes auf.

Vor den Sommerferien war der Bezirksvertretung 5 von der Stadtverwaltung ein Konzept vorgestellt worden, das helfen soll, Zonen zu definieren, in denen die Gaslaternen erhalten bleiben sollen. Als Beispiel wurde sich dabei mit der Kaiserwerther Altstadt befasst. Da dieses Gebiet unter anderem eine hohe Dichte an Baudenkmälern und eine durchgängige Gaslaternenart aufweist, wird der Bereich als ein „Quartier mit potenziell denkmalwerten Gasleuchten-Beständen“ ausgewiesen.

Die CDU ist allerdings gegen den Erhalt dieser Leuchten und spricht sich für eine Umrüstung aus, zumal die Lampen erst in den 1980er Jahren installiert wurden. „Uns ist wichtig, dass die Lampen ihr Aussehen behalten und notfalls umgerüstet werden. Wir wollen nicht, das der Erhalt der Laternen zu Verzögerungen bei der Marktumgestaltung führt und deswegen überall Poller aufgestellt werden müssen“, sagt Fraktionsvorsitzender Benedict Stieber. Denn künftig muss etwa aus Sicherheitsgründen der Abstand der Leuchten zum Bordstein mindesten 60 Zentimeter betragen oder mit einem Poller geschützt werden.

Aussagen über den weiteren Zeitplan zur Umgestaltung des Marktes können zurzeit von der Verwaltung nicht getroffen werden. „In jedem Fall kann die Ausführungsplanung erst nach der gesamtstädtischen Ratsentscheidung zur Gasbeleuchtung starten“, teilt diese mit. Mit dieser wird Ende 2018 gerechnet.

Aber auch die archäologischen Bodenfunde, dabei handelt es sich um Kulturschichten, verzögern die Umgestaltung des Platzes. Zurzeit werden alternative Bauweisen geprüft, die nicht so tief in den Boden eindringen. Sollten die Kulturschichten angegriffen werden müssen, ist eine archäologische Untersuchung des gesamten Areals vorgeschrieben. Das würde viel Zeit in Anspruch nehmen und erhebliche Kosten verursachen.