Diskussion um Gaslaternen verzögern die Sanierung Kaiserswerther Markt.

Kaiserswerther Markt : Diskussion um Gaslaternen verzögert den neuen Markt

Nach jahrelanger Diskussion und immer wieder neuen Planungen hatten die Kaiserswerther eigentlich auf eine schnelle Umgestaltung des historischen Marktplatzes gehofft. Diese lässt allerdings auf sich warten.

Vor gut einem Jahr sah es so aus, als könnte die Umgestaltung des Kaiserswerther Marktes bald beginnen. Die Realität sieht nun anders aus. Archäologische Bodenfunde und die Diskussion um die Erhaltung von Gaslaternen in Düsseldorf halten weiterhin die Umsetzung des Projektes auf. Jetzt gibt es zumindest Fortschritte bei der Debatte um die Gaslampen. Der damit verbundene Zeitplan könnte für den Kaiserswerther Markt, auf dem mehrere Lampen des Typs „Alt Düsseldorf“ stehen, aber weitere Verzögerungen bedeuten. Denn wie diese Woche im Ordnungs- und Verkehrsausschuss mitgeteilt wurde, soll erst im zweiten Halbjahr 2019 den politischen Gremien ein Masterplan „Energieeffiziente und historische Straßenbeleuchtung“ zum Beschluss vorgelegt werden.

„Wir wollen erreichen, dass die Umgestaltung des Kaiserswerther Marktes unabhängig von der Diskussion um die Gaslaternen vorangetrieben wird“, sagt Benedict Stieber, Fraktionsvorsitzender der CDU in der Bezirksvertretung 5. Die CDU hatte sich schon früh für eine Umrüstung der Lampen ausgesprochen, zumal diese erst in den 1980er Jahren installiert wurden. „Uns ist wichtig, dass die Lampen ihr Aussehen behalten, dabei ist uns die Betriebsart egal“, sagt Stieber. Zumal dann auch nicht Poller als Schutz vor die Gasleuchten gestellt werden müssten, wie es die EU-Gasgeräte-Verordnung vorschreibt. „Es macht ja keinen Sinn, den Platz zu sanieren und dann in eine Pollerlandschaft zu verwandeln.“

Aber auch die archäologischen Bodenfunde verzögern die Umgestaltung des Platzes. Dort wurden großflächig Kulturschichten entdeckt, die von den Fachleuten als wertvolle Quelle für die Ortsgeschichte eingestuft werden. Seit einem Jahr wird nun geprüft, ob bei der Umgestaltung Bauweisen möglich sind, die nicht tief in den Boden eindringen und die Kulturschichten somit nicht angreifen. Denn ansonsten wäre gesetzlich eine archäologische Untersuchung des gesamten Areals vorgeschrieben. Das würde viel Zeit in Anspruch nehmen und erhebliche Kosten verursachen.

Da die letzte Information über den Planungsstand im Februar 2018 erfolgte, hat die SPD in der Bezirksvertretung 5 an die Verwaltung eine Anfrage gerichtet, um zu erfahren, wann die Abstimmungen mit dem Denkmalamt abgeschlossen werden und mit einem Baubeginn gerechnet werden kann. Eine Antwort steht noch aus.

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