Die Linke fordert mehr bezahlbaren Wohnraum in Düsseldorf-Kaiserswerth

Kaiserswerth: Die Linke fordert mehr bezahlbaren Wohnraum in Kaiserswerth

Für die Neugestaltung des Wohngebietes rund um die Verweyenstraße läuft zurzeit ein Architektenwettbewerb. Lutz Pfundner, Sprecher der Ratsfraktion der Linken, ist nun aus dessen Jury ausgetreten. Damit will er "gegen die Vernichtung bezahlbaren Wohnraums" protestieren. Ihm reiche es nicht, dass rund 30 Prozent der 180 neu geplanten Wohnungen öffentlich gefördert werden. Der Rest wird neben den vorgeschriebenen preisgedämpften Einheiten vor allen Dingen als Eigentumswohnungen geplant.

Bisher gab es an dem Standort 112 Wohnungen, die die Düsseldorfer Wohnungsgenossenschaft (DWG) von der Rheinbahn gekauft hat. Rund 100 dieser Wohnungen waren öffentlich gefördert. Allerdings ist die Bindung Anfang des Jahres ausgelaufen. "Rund 30 Prozent der neuen 180 Wohnungen mit öffentlichen Mitteln zu errichten, ist bereits viel mehr als vorgeschrieben. Aber wir wollen, dass alle bisherigen Bewohner im Quartier bleiben können", sagt Heiko Leonhard, Vorstandssprecher der DWG. Zudem soll es größere öffentlich geförderte Wohnungen als bisher geben. Insgesamt wird die Wohnfläche von 6200 auf rund 16.000 Quadratmeter steigen. Leonhard: "Wir hätten auch lieber nur Mietwohnungen gebaut, aber wir brauchen die Einnahmen aus den Verkäufen, um die geförderten Wohnungen zu finanzieren." Das aber zweifelt Pfundner an. Er hält die durch das Konzept der Stadt vorgeschriebene Anzahl von 20 Prozent geförderten und 20 Prozent preisgedämpften Wohnungen für zu gering. Die Bewohner allerdings beurteilen es positiv, dass vor Ort kein reiner sozialer Wohnungsbau, sondern eine Durchmischung von Wohnformen entstehen soll. Ihnen ist es wichtig, dass die Gebäude gleichwertig aussehen, nicht zu erkennen ist, wo sozialer Wohnungsbau oder Eigentumswohnungen sind.

Die Endergebnisse des Wettbewerbs werden am 24. Februar, 18 Uhr, in der Kulturkirche, Kaiserswerther Markt 32, präsentiert.

(brab)
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