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Kaiserswerth: Die Internationale Schule will anbauen

Kaiserswerth : Die Internationale Schule will anbauen

Seit Jahren gibt es Wartezeiten an der Privatschule. Ein Neubau soll nun mehr Platz für neue Schüler schaffen.

Die International School of Düsseldorf (IDS) an der Niederrheinstraße möchte ihr Raumangebot erweitern und plant deshalb einen Neubau. Eine Bauvoranfrage wird dazu am kommenden Dienstag in der Bezirksvertretung 5 gestellt. Entstehen soll ein dreigeschossiges Gebäude mit einer Tiefgarage mit 58 Plätzen. Insgesamt 200 Schüler mehr sollen dadurch künftig aufgenommen werden können.

Bisher besuchen rund 1100 Jungen und Mädchen aus 50 Nationen die private Schule. Darunter sind 25 Prozent deutsche Schüler, die häufig schon länger im Ausland gelebt haben oder die demnächst in ein anderes Land ziehen werden. Unterrichtet werden die Kinder im Alter von 4 bis 18 Jahren von 136 Lehrern aus 27 Nationen im Ganztagsbetrieb. Der Abschluss ist international anerkannt, ermöglicht in der Regel so weltweit ein Studium.

"Wir versuchen immer, alle Anmelde-Wünsche zu erfüllen, aber es gab dennoch Wartezeiten", sagt Beatrice Caston, Sprecherin der Schule. Zumal an der International School die Klassen höchstens 22 Schüler haben sollen. In den letzten Jahren wurde deshalb immer wieder angebaut, um genug Platz für die Schüler zu bieten. 2011 wurde ein Gebäude für 1,3 Millionen Euro eingeweiht und kurz danach noch eine neue Turnhalle gebaut.

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Das neue Schulgebäude wird parallel zur Niederrheinstraße auf dem bisherigen Parkplatz entstehen. Dadurch wird der Pausenhof umschlossen und so auch akustisch abgeschirmt. Farbig gestaltete Keramikelemente an der Fassade sollen zusätzlich den Schall absorbieren. Dem Neubau vorgelagert wird ein Grünstreifen, der die Durchfahrt für die PKW abschirmt. Diese Durchfahrt soll während der Bring- und Abholzeiten Staus auf der Niederrheinstraße vermeiden. Denn viele der Schüler kommen von außerhalb und werden deshalb gefahren. Für den Bau müssen 13 Bäume gefällt werden. Ersatzpflanzungen werden mit dem Gartenamt abgestimmt. Außerdem wird die Dachfläche des Schulhauses begrünt.

"Das neue Gebäude wird futuristisch und nicht mehr mit herkömmlichen Schulen vergleichbar sein. Die Wände sind flexibel und ermöglichen in kurzer Zeit, die Größe der Räume neu zu gestalten und den jeweiligen Bedürfnissen anzupassen", sagt Caston. Das ermögliche unterschiedliche, moderne Unterrichtsmethoden, die nichts mehr mit dem herkömmlichen Frontalunterricht zu tun hätten.

Dabei möchte die Schule aber mehr sein als nur eine reine Lehranstalt. Sie will für ihre Schüler und deren Familien aus den vielen fremden Ländern ein wenig Heimatersatz bieten, zumal die Jungen und Mädchen im Schnitt nur zweieinhalb Jahre dort verbleiben, ihnen also nur wenig Zeit für das Einleben bleibt. Die Privatschule wurde vor fast 60 Jahren von Eltern als Verein gegründet und hat mit drei Klassen begonnen. Sie entwickelte sich schnell zum Erfolgsmodell, und die Stadt Düsseldorf wirbt gerne bei internationalen Investoren mit der Schule als Standortvorteil. Da die Internationale Schule ohne öffentliche Förderung auskommen muss, erhebt sie ein Schulgeld. Rund 1250 Euro werden im Durchschnitt pro Monat für das besondere Ausbildungskonzept verlangt, wobei das Geld vollständig in den Schulbetrieb fließt.

(RP)