1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Stadtteile
  5. Kaiserswerth

Christoph Deußen ist der neue Leiter am Fliedner-Gymnasium in Düsseldorf.

Schulen in Düsseldorf : Frischer Wind für das Fliedner-Gymnasium

Der 54-Jährige war viele Jahre Lehrer an der Schule, die sich in der Trägerschaft der Evangelischen Kirche befindet. Deußen wird auch weiterhin Physik unterrichten.

 Christoph Deußen ist seit einigen Wochen der neue Schulleiter am Theodor-Fliedner-Gymnasium (TFG) und damit für rund 1200 Schüler und mehr als 100 Kollegen und Mitarbeiter verantwortlich. Ein Unbekannter ist der 54-Jährige am TFG nicht. Deußen hat nach seinem Studium ab 1995 zunächst als Lehrer für Physik und Mathematik dort gearbeitet.

Was haben Sie danach gemacht?

Deußen Im Februar 2014 wechselte ich als Direktor ins Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung. Als Seminarleiter für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen bildete ich dort angehende Lehrer aus. Da darunter auch Referendare vom TFG waren, ist der Kontakt zu Schule nie ganz abgebrochen, ist eine emotionale Bindung bestehen geblieben.

Was schätzen Sie besonders an Ihrer Schule?

Deußen Die gute Atmosphäre und das Miteinander zwischen Schülern, Eltern und Lehrern. Schon wenn ich das Schulgebäude betrete, merke ich das. Viele Dinge werden gemeinsam beschlossen. Das ist mir wichtig und hat sich auch beim Management von Corona bewährt. Da haben wir die Schüler und Eltern mit einbezogen. Das Schulleben prägt auch die große Anzahl an Arbeitsgemeinschaften. Wir haben hier zwischen 40 bis 50 Angebote.

Unterrichten Sie auch weiterhin?

Deußen Ja, und zwar Physik. Da lege ich Wert drauf, denn das erdet einen. Außerdem bin ich so näher am Schulalltag dran und habe einen engeren Kontakt zumindest zu einem Ausschnitt der Schülerschaft.

Wie wollen Sie die Schule weiterentwickeln?

Deußen Zunächst ist mir sehr wichtig, dass sich alle bei der Gestaltung der anstehenden Veränderungen auch wirklich wiederfinden. Eines meiner wichtigsten Ziele ist es, Voraussetzungen für eine größere Autonomie beim Lernen zu schaffen, wie das beispielsweise schon bei unserem Selbstlernzentrum der Fall ist, das etwa in Freistunden genutzt wird. Digitalisierung ist auch ein wichtiges Thema, wobei es mir auf eine ausgewogene Nutzung ankommt.

Verraten Sie uns auch noch etwas Persönliches?

Deußen Gerne. Ich bin gebürtig aus Rheinland-Pfalz, verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder. Da ich häufig mit dem Fahrrad zur Schule fahre, halte ich mich so etwas fit. Entspannen kann ich bei meinen Hobbies. So spiele ich seit einigen Jahren Akkordeon und bastel gerne an meiner Modeleisenbahn, bei der ich versuche, die Selztalbahn, die es schon gar nicht mehr gibt, nachzubauen.