Beleuchtung an der Kaiserpfalz in Kaiserswerth wird überarbeitet

Denkmal : Beleuchtung an der Kaiserpfalz soll geändert werden

Die Verwaltung hatte die Wirkung der sieben Beleuchtungsmasten bei Tag unterschätzt. Ein neues Konzept wird jetzt erstellt.

Die neue Beleuchtungsanlage der rheinseitigen Fassade der Kaiserswerther Kaiserpfalz, die aus sieben Metallmasten besteht, stößt bei vielen Bürgern auf massive Kritik. Diese empfinden das Licht als viel zu hell und das Gesamtbild der historischen Ruine nun als gestört. Dass die Wirkung der Masten am Tag offenbar unterschätzt wurde, hat nun auch die Verwaltung in der Bezirksvertretung 5 eingeräumt. Das Beleuchtungskonzept soll deshalb noch einmal überarbeitet werden. Das ist das Ergebnis eines Ortstermins mit Vertretern der Bezirksvertretung, der am 21. Februar stattgefunden hat. „Sobald das Konzept vorliegt, erfolgt eine Probeanstrahlung mit Beteiligung der Bezirksvertretung 5“, teilt die Verwaltung mit.

Das Gremium hatte sich beschwert, dass es an der Entscheidung über die neuen Strahler, ebenso wie der Förderverein Kaiserpfalz, nicht beteiligt wurde. Deshalb hatte die CDU bei der Verwaltung nach den Gründen gefragt. Diese erklärte nun, dass eine Beteiligung der Bezirksvertretung bei Instandsetzungsarbeiten nicht vorgesehen ist, wenn dabei nicht die Funktion – in diesem Falle die Illumination – verändert wird. Allerdings seien alle Arbeiten mit der Denkmalpflege abgestimmt worden. Diese hatte unter anderem eine flächige Ausleuchtung der Fassade gewünscht. „Als Ergebnis des Abstimmungsprozesses inklusive Probebeleuchtung zur Instandsetzung der defekten Bodenscheinwerfer wurde in diesem Bereich die Mastlösung gewählt“, erläutert die Verwaltung ihr Vorgehen.

Warum einige der neuen Strahler bereits defekt sind, konnte die Verwaltung jedoch noch nicht erklären. Die Stadtwerke würden nun die Fehlerursache überprüfen. Vandalismus könne nicht ausgeschlossen werden.

Die Unstimmigkeiten rund um die Strahler sollen sich bei der anstehenden Gestaltung der Beleuchtung im Innenraum der Pfalz nicht wiederholen. An den Planungen soll etwa der Förderverein beteiligt werden. Dieser möchte dann dafür sorgen, dass einige bislang dunkle Stellen, wie zum Beispiel die Stahl­skulptur „Im Kontext“, nachts beleuchtet werden.

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