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Kaiserswerth: Ausstellung zeigt Kaiserswerther Treppen

Kaiserswerth : Ausstellung zeigt Kaiserswerther Treppen

Die Fotografin Ilona Holtschmidt präsentiert ihre Aufnahmen im Hotel Mutterhaus noch bis 15. November.

Eine Ausstellung, die besonders vielen Kaiserswerthern Spaß macht, ist zurzeit im Hotel Mutterhaus der Kaiserswerther Diakonie zu sehen. Ilona Holtschmidt zeigt dort 40 Fotografien von Kaiserswerther Treppen - und da diese oft aus einer ungewohnten Perspektive aufgenommen wurden, rätseln die Betrachter immer wieder, wo sich das Bauwerk, das einem doch irgendwie bekannt vorkommt, stehen könnte. "Der Austausch macht mir unheimlich Spaß, und ich hätte solch eine Resonanz gar nicht erwartet. Ich werde zurzeit von Menschen angesprochen, die ich noch gar nicht kannte", sagt Holtschmidt. Schon seit einigen Jahren hält sie vielfältige Alltagssituationen und auch scheinbar Belangloses, das sie vor die Linse bekommt, im Bild fest und verleiht diesen Dingen so etwas Besonderes.

Die Kaiserswertherin war selber erstaunt, wie viele Aufgänge es im Stadtteil gibt. Rund die Hälfte der dargestellten Treppen hat sie in Gebäuden fotografiert, die andere Hälfte befindet sich im öffentlichen Raum. Gezeigt werden beispielsweise Treppen im Schwimmbad, auf Spielplätzen, Feuertreppen, Metall-, Stein- und Eingangstreppen. "Die fotografierten Treppen sind mit Absicht 'menschenleer', damit die Betrachter selbst die Treppen im Geiste begehen können", sagt die Hobbyfotografin. Sie hat immer eine Kamera dabei und benutzt das Gerät wie ein Notizbuch oder auch ein fotografisches Tagebuch. "Fotografieren ist wie Schreiben mit Licht."

Einige ihrer Motive hat Holtschmidt, die aktuell als Coach an der Fliedner-Fachhochschule arbeitet, nun auf einer Postkarte und auf einem Lesezeichen versammelt. Beide werden jeweils für ein Euro verkauft, wobei die Hälfte des Geldes in ein Projekt in Kaiserswerth fließen wird, das Probleme mit Treppen beseitigen soll.

"Das kann beispielsweise ein Programm zur Sturzprofilaxe oder der Bau einer Rampe für einen barrierefreien Zugang sein", sagt Ilona Holtschmidt. Wer eine Idee hat, kann sich bei ihr unter der E-Mail-Adresse holtschmidt@fototelling.de um die Gelder bewerben.

Die Treppenfotos, die erstmalig ausgestellt werden, können noch bis zum 15. November im Hotel Mutterhaus, Geschwister-Aufricht-Straße 1,täglich von 8 bis 20 Uhr besichtigt werden.

(RP)