Kaiserswerth: Ausstellung über ein Künstlerleben in Kaiserswerth

Kaiserswerth : Ausstellung über ein Künstlerleben in Kaiserswerth

Heute um 19 Uhr wird im Museum Kaiserswerth eine Ausstellung eröffnet, die sich mit dem Leben und Werk des Künstlerehepaars Friederich Werthmann und Maren Heyne befasst. Werthmann, der zu den wichtigsten abstrakten Bildhauern der deutschen Kunst nach 1945 gezählt wird, kam als junger Bildhauer zu Beginn der 1950er Jahre von Barmen nach Kaiserswerth.

1956 erwarb er dort das heruntergekommene ehemalige Alte Landgericht an der Alte Landstraße, das aus dem Jahr 1709 stammt. Das Hauptgebäude wurde zum Wohnhaus und das benachbarte ehemalige Einsegnungsgebäude des Kreuzberger Friedhofs zur Werkstatt. Dort entstanden seine Stahlskulpturen, die zahlreich im öffentlichen Raum stehen, wie der "Doppellopp" im Kreisverkehr an der Niederrheinstraße.

1963 heiratet Werthmann die Fotografin Maren Heyne. Sie machte sich unter anderem einen Namen als Architektur-Fotografin. Die Ausstellung zeigt von ihr unter anderem Aufnahmen des sorgfältig restaurierten Landgerichts und des angrenzenden Skulpturengartens. Von Werthmann werden Stahlskulpturen zu sehen sein, die er teilweise mit Dynamit formte. Ergänzt werden diese durch Tuschezeichnungen, an denen der inzwischen 91-Jährige bis heute arbeitet. Die Schau im Museum im Schulgebäude,Fliednerstraße 32, ist bis 19. August zu sehen, samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 13 und 14 bis 18 Uhr.

(brab)
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