Flingern: Junge Fotografen zeigen bei "Go Photo" ihre Werke

Flingern : Junge Fotografen zeigen bei "Go Photo" ihre Werke

Fünf Absolventinnen der Heinrich-Heine-Universität laden am "Düsseldorf Photo Weekend" auf das Schwanenhofgelände ein.

Beim zweiten "Duesseldorf Photo Weekend" präsentieren fast 30 Ausstellungsräume morgen und Sonntag internationale Fotografie. Im Museum Kunstpalast, NRW-Forum und in den Galerien rund um den Carlsplatz steht alles im Zeichen der Foto-Kunst.

Das Duesseldorf Photo Weekend im vergangenen Jahr war ein großer Erfolg, und so werden auch an diesem Wochenende Tausende Interessierte die Ausstellungsorte der Stadtmitte besuchen. Abseits des Zentrums jedoch haben fünf Absolventinnen der Heinrich-Heine-Universität eine Ausstellung organisiert, die sich auf die Arbeit Studierender und junger Freiberufler konzentriert. Unter dem Motto "Go Photo" sind auf dem Gelände der Schwanenhöfe die Bilder von 13 Künstlern zu sehen.

Die Themenvielfalt der Fotografen ist groß und ungewöhnlich. Amelie Befeldt etwa bildet Schweißflecken ab, die sich wie geschriebene Zeilen rechts und links von der Wirbelsäule in den T-Shirts der Sportler abzeichnen.

Sara Förster hingegen hielt den chemischen Prozess bei der Entwicklung von Farbfotografien auf Fotopapier und Polaroids fest. Die so entstandenen Farbverläufe eröffnen Assoziationen von Himmel, Erde und Wasser. Die Arbeit "Meine Quelle" von Stefan Koch zeigt die Fabrikhallen, in denen früher die Angestellten des Versandhauses "Quelle" ein und aus gingen. Koch thematisiert anhand der Firmenpleite den Wandel der Arbeit vor dem Hintergrund globalisierter Produktionsbedingungen.

In ihrer Arbeit "Shiftings" setzt sich Karina-Sirkku Kurz mit Essstörungen auseinander. Kurz' Arbeiten basieren auf den Erzählungen der Betroffenen und berichtet vom Kampf gegen und für den eigenen Körper.

"Go Photo soll ein Raum des Austauschs sein, in dem sich die jungen Fotografen frei positionieren können", sagt Svenja Paulsen, die "Go Photo" zusammen mit Rea Ost, Eleonora Schneider, Eva Huber und Victoria Oberkoch organisiert hat. "Unsere Ausstellung hat das Ziel, das Medium Fotografie stärker in der Düsseldorfer Kunstszene zu verankern und die Bedeutung der Fotokunst als aktuelles und dynamisches Medium zu würdigen", fügen die Ausstellungs-Macherinnen hinzu.

Denn der Weg von Akademien und Hochschulen in etablierte Ausstellungsräume sei für den Nachwuchs mit vielen Hürden verbunden. "Go Photo möchte diesen Hürden einreißen und jungen Fotografen ein Forum bieten", so Paulsen. "Go Photo" ist morgen, 12 bis 21 Uhr, sowie am Sonntag, 12 bis 18 Uhr, zu sehen. Ausstellungsort ist ein noch leerstehender Raum auf dem Gelände Schwanenhöfe an der Erkrather Straße 230. "Die Fotografie kann sich in diesem Rohbau frei entfalten", sagt Paulsen. Auf Dauer jedoch fehle in Düsseldorf ein kreativer Raum, der sich gezielt an den fotografischen Nachwuchs richtet.

(lod)