Vennhausen: Jugendzentrum: Keller nicht nutzbar

Vennhausen : Jugendzentrum: Keller nicht nutzbar

Zu niedrige Decken, wenig Licht und ein fehlender Notausstieg – die Kellerräume des Jugendzentrums an der Chemnitzer Straße entsprechen nicht mehr den Brandschutz-Vorschriften. Nun müssen sie dauerhaft schließen.

Das Jugendzentrum "4-Kidz" an der Chemnitzer Straße wird in Zukunft wohl dauerhaft nur noch seine Räume im Erdgeschoss nutzen können. Die Kellerräume entsprechen nicht mehr den Brandschutz-Vorschriften und müssen daher dauerhaft geschlossen bleiben. Das teilte Doreen Kerler, die Leiterin des Amtes für Gebäudemanagement auf Anfrage unserer Zeitung jetzt mit.

"Wir hatten zu Anfang noch die Hoffnung, die Mängel beheben zu können. Weitere Untersuchungen haben aber ergeben, dass die Kellerräume sich endgültig nicht für den dauerhaften Aufenthalt eignen", sagt Doreen Kerler. Die Schwierigkeiten im Keller: Die Decken der beiden Aufenthaltsräume sind zu niedrig, die Belüftung ist nicht ausreichend, und es ist zu dunkel darin. Zudem fehle ein zweiter Notausstieg. Bereits seit September vergangenen Jahres ist der Keller des Jugendzentrums daher geschlossen. Festgestellt wurden die Mängel sogar schon 2007 bei der vergangenen Brandschau der Feuerwehr. Dass die Räume jedoch endgültig nicht nutzbar sind, habe sich erst jetzt ergeben. "Der Keller entspricht einfach nicht mehr den aktuellen Vorgaben des Brandschutzes", so Kerler.

Die Bezirksvertretung 8 hatte sich in ihrer vergangenen Sitzung bereits mit dem Thema befasst, weil das Amt über den aktuellen Sachstand informierte, und kritisierte die Informationspolitik der Verwaltung. "Sicherheit ist wichtig. Aber es geht nicht, dass uns die Verwaltung immer nur scheibchenweise die Informationen serviert", sagt Christian Rütz, Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtbezirk 8. Ähnlich sieht das auch die SPD: "Dieses Jugendzentrum ist sehr wichtig für den Stadtteil und wird viel genutzt. Trotzdem kämen die Informationen immer nur schleppend. Ich habe das Gefühl, die Verwaltung will uns hinhalten", findet Petra Reidt-Schmidt von der SPD-Fraktion. Deshalb hatte sich die Bezirksvertretung direkt, als die Mängel bekanntwurden, dafür eingesetzt, diese so schnell wie möglich zu beheben, und wollte sogar den fehlenden Notausstieg finanzieren. "Bis heute habe ich auf die Anfrage, was der Notausstieg kosten würde, jedoch keine Antwort von der Verwaltung bekommen. Stattdessen ist nun von neuen Brandschutz-Mängeln die Rede", so Reidt-Schmidt. Zu diesem Zeitpunkt war den Politikern auch noch nicht bekannt, dass die Räume tatsächlich geschlossen bleiben müssen. Denn in den Informationen der Verwaltung ist lediglich davon die Rede, dass die Nutzung zurzeit auf das Erdgeschoss beschränkt ist. Deshalb hatte die Bezirksvertretung sogar noch den Antrag an die zuständigen Ausschüsse gestellt, die Mängel zu beseitigen.

Wie es mit dem Jugendzentrum nun weitergeht, ist noch unklar. "Das zuständige Dezernat muss ein Konzept erarbeiten, wie das Zentrum in Zukunft genutzt werden kann", so Kerler.

(RP)
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