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Verstöße gegen Anliegerstraße in Itter ärgern Anwohner

Bürgermonitor Itter : Autofahrer nutzen Anliegerstraße für Durchgangsverkehr

Immer wieder fahren Autos entgegen des Verbots durch die Huvestraße. Das stört die Anwohner, sie machen sich Sorgen um Kinder, die auf der Straße spielen. Ihre Forderung: Mehr Kontrollen.

Die Huvestraße sieht aus wie eine ruhige Seitenstraße, eine von jenen Wohnsiedlungen, in denen die Zeit still zu stehen scheint. Zweigeschossige Häuser, ordentliche Hecken, Bauminseln an der Fahrbahn, um den Verkehr auszubremsen. Von Westen trägt der Wind den Geruch von Pferd in die Straße. Doch Anwohnerin Gabriele Junkert weiß: Der idyllische Eindruck trügt.

Es ist der Verkehr, der Junkert und ihre Nachbarn von Tag zu Tag mehr stört. Die Huvestraße ist als Anliegerstraße ausgewiesen, wer hier nicht wohnt oder einen Anwohner besuchen will, darf nicht hindurch fahren. Daran, so Junkert, halten sich jedoch kaum Autofahrer. 40 Fahrzeuge in zwei Stunden haben sie und ihr Mann gezählt, häufig deutlich schneller als erlaubt. Für die Autofahrer ist die Huvestraße – die schmal, aber keine Einbahnstraße ist – eine günstige Verbindung zwischen der Itterstraße und Am Trippelsberg.

Bis vor rund einem Jahr war die Alternative, die Straße Am Broichgraben, wegen einer Baustelle gesperrt. „Da hatten wir noch Verständnis für die Autos, die durch unsere Nachbarschaft kommen“, sagt Gabriele Junkert. Seit am Broich­graben jedoch wieder gefahren werden kann – und darf –, ärgert sie sich zusehends über jeden Wagen, der durch ihre Straße kommt.

Weil die Anwohner häufig auf der schmalen Fahrbahn parken und diese zusätzlich verengen, kommt es sogar immer wieder zu Sachschäden – sechs Spiegel wurden dem Auto des Ehepaars Junkert bereits abgefahren.

„Der Verkehr wird immer mehr und immer lauter“, bestätigt auch ein Nachbar, der mit seinem Sohn im Grundschulalter die Straße überquert. „Ein paar Meter weiter ist eine Spielstraße, die Kinder sind es gewohnt, hier frei laufen zu dürfen – das kann gefährlich werden“, sagt der Mann. Zu den verbotenen Durchfahrten kommen die Falschparker von außerhalb, die immer wieder beispielsweise Fahrzeuge der Müllentsorgung behindern. „Die Menschen nehmen einfach keine Rücksicht mehr“, klagt Gabriele Junkert.

Die Anwohner fordern vor allem verstärkte Kontrollen durch Polizei und Ordnungsamt. Schließlich sei die Durchfahrt für Nicht-Anlieger verboten. „Dieses Verbot muss nur durchgesetzt werden“, so Junkert. Sie weiß allerdings auch, dass an den verantwortlichen Stellen das Personal knapp ist, und dass sich dauerhafte Kontrollen aller Wahrscheinlichkeit nach nicht organisieren lassen. „Wir wohnen hier so wunderschön dörflich, und wir wollen, dass das so bleibt.“ Noch während sie das sagt, kommt aus Richtung Itterstraße wieder ein Auto und fährt durch bis zum Trippelsberg. Gabriele Junkert schaut dem Wagen nach, halb verärgert, halb resigniert.