Kantoren der Seelsorgeeinheit Düsseldorfer Rheinbogen luden zum Workshop

Seelsorgeeinheit Düsseldorfer Rheinbogen : Ein Halleluja der besonderen Art

Drei Kantoren der Seelsorgeeinheit Düsseldorfer Rheinbogen hatten zum Workshop „Singen ohne Grenzen“ eingeladen.

Wer kennt das jubilierende Halleluja aus Georg Friedrich Händels Messias nicht? Für gestandene Chorsänger ein Muss. Doch der Workshop „Singen ohne Grenzen“ hat ein anderes Halleluja im Programm. Drei Kantoren der katholischen Seelsorgeeinheit Düsseldorfer Rheinbogen hatten am Wochenende zum gemeinsamen Singen eingeladen. Zu Workshop-Tag trafen sich im Pfarrheim von St. Hubertus eine Reihe Interessierter.

Bei Kantor Michael Mansion erarbeiteten sich die Teilnehmer neben auch das Halleluja des Sängers Leonard Cohen. Paul Hassel hatte sich aus einem besonderen Grund für diesen Workshop entschieden. „Voriges Jahr Ostern hat mich dieses Halleluja zutiefst bewegt, ich habe es nie so gesungen gehört wie in jener Osternacht“, erklärt er. Er sei kein routinierter Chorsänger, aber es mache ihm Spaß.

Die Freude am Gesang und sicher auch die Herausforderung zeitgenössischer geistlicher Musik brachte rund 40 Teilnehmer zusammen. Bei Kantor Sven Dierke standen geistliche Lieder aus Irland auf dem Progamm. Pamela König probte Musical-Songs, meditative Gesänge aus Taizé und Iona, geistliche Lieder mit keltischen Wurzeln und Rock-Elementen. „Man muss den Gesangsstil wechseln können, braucht viel Puste und muss laut singen können, aber darf nicht schreien“, fasste Michael Mansion humorvoll vorrangige Fähigkeiten seiner Chorsänger zusammen. Die Gruppe von Sven Dierke stand währenddessen gutgelaunt zusammen und diskutierte angeregt über ihre Musik. „Es ist eine Mischung aus Elementen des irischen Tanzes und Pop-Balladen“, erklärte der Kantor den Stil. „Das ist ganz anders als in den Kirchenchören“, meinte Annette Hausch. „Der Text ist humorvoll und es sind flotte Melodien“, ergänzte Ulrike Philippen. Dass bei den englischen Texten der Teufel auf die Schippe genommen wird, amüsierte die Runde. „Ich hab‘ immer gerne gesungen und dachte, das ist ein guter Einstieg“, sagte Barbara Koronowski, die im Herzen ein Irland-Fan ist. Die irischen Songs zeigen offenbar Wirkung.

„Heaven is a wonderful place“, das ist mein Ohrwurm“, sagte Johanna Karkosch aus Pamela Königs Workshop ohne lange nachzudenken. „Der dreistimmige Sound, die Gospelaspekte, das bleibt im Ohr“, meinte die junge Frau begeistert. Die bunte musikalische Mischung des Workshops habe sie gereizt. „Normalerweise wird viel Latein im Kirchenchor gesungen, das heute war außer der Reihe.“

Gegen 15 Uhr zogen alle Sänger mit ihren Notenblättern in die stimmungsvolle kleine Dorfkirche St. Hubertus um. Die so hart erarbeitete Musik sollte schließlich nicht im Übungsraum verstummen, sondern dort präsentiert werden, wo sie hingehört. Es hallte vielstimmig und facettenreich durch das Kirchenschiff und die Begeisterung schwang mit.

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