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Düsseldorf-Itter: Stadt lehnt Tempoüberwachung an der Huvestraße ab

SPD-Ratsfrau Maria Spillner unterstützt den Vorstoß des Anwohners : Stadt lehnt Tempoüberwachung an der Huvestraße ab

Der Anregungs- und Beschwerdeausschuss beschäftigt sich am Donnerstag mit der Anregung eines Anliegers der Anlieger-Straße. Er beschwert sich über zu viele und zu schnelle Fahrzeuge, die dort in Itter unterwegs sind.

In der Hoffnung, dass der neue Oberbürgermeister Stephan Keller sich nun endlich darum kümmert, dass Fahrzeuge auf der verkehrsberuhigten Anliegerstraße Huvestraße in Itter künftig langsamer unterwegs sind (oder besser gar nicht erst), hat sich ein Anwohner im Dezember an Keller mit der Bitte gewendet, sich um das Problem zu kümmern. Die vielen Fahrzeuge, die zudem meist zu schnell unterwegs seien, gefährden die dort lebenden Kinder, hieß es in dem Schreiben. Keller hat das Anliegen an den Anregungs- und Beschwerdeausschuss weitergeleitet, der sich darum in seiner Sitzung am heutigen Donnerstag kümmert. Abhilfe, so wünscht es sich der Antragsteller aus Itter, würde eine mobile Geschwindigkeitsüberwachung schaffen, mit der gleichzeitig kontrolliert werden könne, aus welchem Grund der Fahrer auf der Huvestraße unterwegs sei.

Unterstützung bekommt der Bürger aus Itter auch von Marina Spillner, die für die SPD im Anregungs- und Beschwerdeausschuss sitzt: „Ich persönlich finde das Bürger- Anliegen, in der Huvestraße den Durchgangsverkehr zu verhindern, sehr interessant. Ich habe da vor 30 Jahren direkt gegenüber gewohnt, und damals gab es die gleichen Probleme wie heute. Die Bezirksvertretung 9 hat sich schon zig mal damit beschäftigt“, passiert sei aber bislang nichts. Es könne doch nicht sein, so Spillner, dass sich in dieser Angelegenheit in 30 Jahren nichts tue. Die Aussage der Verwaltung, es sei bislang ja nichts passiert, daher werde nichts gemacht, hält sie für unzulänglich. Die Huvestraße wird auch als Schleichweg zum Reisholzer Hafen genutzt. Vorne, von der Ittertstraße aus, gilt Tempo 30, danach gilt Schritttempo.

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In einer Stellungnahme zu dem Bürgerantrag verweist die Verwaltung darauf, dass städtische Geschwindigkeitskontrollen nur an Gefahrenstellen durchgeführt werden dürften. Der Verkehrsüberwachung lägen aber keinerlei Erkenntnisse für die Huvestraße vor. Diese stelle eine – im Vergleich zu anderen innerstädtischen Straßen – ruhige Wohnstraße dar, auf der laut Verwaltung „sicherlich der ein oder andere Verkehrsteilnehmer insbesondere die Schrittgeschwindigkeit in dem verkehrsberuhigten Bereich der Spielstraße nicht einhält“. Bereits 2019 habe an der Huvestraße eine Geschwindigkeitsanzeigetafel gestanden, die gezeigt habe, dass „das Geschwindigkeitsniveau völlig unauffällig war“. Deshalb sieht die Verwaltung keine Priorität, erneut eine Geschwindigkeitsanzeigetafel aufzustellen. Nach den Auswertungen betrage die Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Huvestraße 27 Stundenkilometer. Zudem, so heißt es in der Stellungnahme weiter, sei die Huvestraße wegen der S-Kurve und der Bepflanzung für Messungen ungeeignet. Die Überprüfung der Durchfahrtsberechtigung obliege außerdem der Polizei.