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Itter/Holthausen: Anwohner beklagen Zustand des Friedhofs

Itter/Holthausen : Anwohner beklagen Zustand des Friedhofs

Der Friedhof gehört stadtweit zu den größeren. Das Garten- und Friedhofsamt verweist darauf, dass die Mitarbeiter auch für den laufenden Bestattungsbetrieb eingesetzt werden.

In diesem Jahr gibt die Stadt Düsseldorf 5,3 Millionen Euro für die Pflege aller Grünflächen aus - und damit sogar rund 180.000 Euro mehr als im Vorjahr. Das hört sich erstmal viel an - doch in der Realität ist es inzwischen so, dass der Bürger immer öfter das Gefühl hat, dass bei der Pflege vor Ort gespart wird. Auch Ingo Wegener drängt sich dieser Eindruck auf. Er wohnt seit vielen Jahren in unmittelbarer Nähe zum Itterer Friedhof. Ein grünes und mit 15 Hektar Fläche auch ein großes Kleinod im Düsseldorfer Süden auf der Grenze zwischen Itter und Holthauen gelegen.

 Solche Steine liegen zuhauf auf dem Schotterweg am Nebeneingang.
Solche Steine liegen zuhauf auf dem Schotterweg am Nebeneingang. Foto: Andrea Röhrig

Ein Dorn im Auge sind Wegener der Zustand der Wege. Vom Hintereingang Am Falder aus hat der Regen dicke Steine aus dem aufgetragenen Split freigeschwemmt. "Für Besucher mit Rollatoren ist das eine Stolperfalle", erzählt Wegener.

Er habe letztens mit mehreren älteren Damen mit Rollator gesprochen, die ihm das bestätigt hätten. Auch kann er nicht verstehen, dass es auf dem Friedhof mehrere Wege gibt, die jeweils ein Stück geteert sind und dann plötzlich als Schotterweg weiter gehen. Warum das so ist, kann auch Ingo Wegener nicht sagen: "Wahrscheinlich war dann das Geld aus." Wenn er die Arbeiter auf dem Friedhof auf den aus seiner Sicht mangelhaften Pflege-Zustand des Friedhofs anspreche, bekomme er immer wieder dasselbe zu hören: kein Geld, keine Leute.

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Letzteres liegt auch daran, dass das Gartenamt, - wie es von dort auf Anfrage unserer Redaktion heißt - die Mitarbeiter neben der Grünpflege auch für den laufenden Bestattungsbetrieb einsetzt.

Im Hinblick auf die Pflege der Friedhöfe - es gibt in Düsseldorf 13 städtische sowie 16 konfessionelle mit einer Gesamtfläche von insgesamt 263 Hektar - heißt es bei der Stadt: "Die Rasenflächen werden im Durchschnitt zehn Mal im Jahr gemäht, extensive Flächen ein- bis zweimal. Überwiegend wird die Mahd aufgenommen und abgefahren. Sommergehölzschnitte werden bei Bedarf durchgeführt, wenn dies in Teilen erforderlich ist. Wintergehölzschnitte erfolgen im Schnitt alle fünf Jahre, wobei der Rhythmus auch von den Wuchsbedingungen vor Ort abhängig ist. Die Abfallkörbe auf den Friedhöfen werden in der Regel einmal wöchentlich geleert. Laub wird im Herbst fünfmal je Saison aufgenommen. Sollte zusätzlicher Bedarf durch Kundenwünsche bestehen, werden die Intervalle verstärkt. Die Laubsammlung erfolgt teilweise unter Zuhilfenahme von Laubaufnahmegeräten."

In früheren Jahren ging man bei der Stadt noch von einem wachsendem Flächenbedarf für Friedhöfe aus. So hat der Friedhof Itter eine derzeit landwirtschaftliche genutzte Vorratsfläche von weiteren acht Hektar. Doch der Trend geht inzwischen von Erd- zur Urnenbestattung, was viel weniger Fläche verbraucht. Auf der Erweiterungsfläche kann sich die Verwaltung schon seit 2011 eine Wohnbebauung vorstellen. Bis 2035 wird ein Flächenüberhang auf Friedhöfen von rund 30 Prozent prognostiziert. Erst kürzlich hat der Planungsausschuss der Stadt die Verwaltung aufgefordert, neue Grundstücke zu suchen, auf der Wohnungen gebaut werden können.

(rö)