Hubbelrath: Haltestelle in Hubbelrath bleibt dunkel

Hubbelrath: Haltestelle in Hubbelrath bleibt dunkel

Die Geschichte der einsamsten Haltestelle in Düsseldorf ist um ein Kapitel reicher. Im Bemühen, endlich einen Stromanschluss zu den beiden gegenüberliegenden Wartehäuschen der Buslinie 738 Am Schmidtberg bei Hubbelrath zu legen, hatte Ingolf Rayermann (CDU) immer wieder Schriftverkehr mit Rheinbahn und Stadt. Denn die Haltestelle liegt abends völlig im Dunkeln, obwohl gerade viele Jugendliche vom nahen Golfclub dort auch später am Tag noch auf den Bus warten würden. Sie müssen dann mit ihrem Handy auf sich aufmerksam machen, damit der Busfahrer sie überhaupt wahrnimmt. Mehrheitlich hatten sich die Mitglieder der Bezirksvertretung 7 dafür ausgesprochen, die Verwaltung solle in Abstimmung mit Rheinbahn und Straßen NRW die Haltestelle endlich mit dem notwendigen Stromanschluss ausstatten. Die Antwort war jetzt ähnlich ernüchternd wie es auch schon die vorherigen waren.

Straßen NRW sei zwar für die Verkehrssicherheit zuständig, nicht aber für die Beleuchtung von Haltestellen. Allein Gründe der Verkehrssicherheit könnten dazu führen, dass der Landesbetrieb sich verpflichtet sehe, dort eine Beleuchtung zu installieren. Bedenken gegen Licht in den Wartehäuschen habe man zwar nicht, Bau und Unterhaltung dürften aber nicht zu Lasten von Straßen NRW gehen.

Auch die Rheinbahn sieht sich nicht in der Pflicht - alles viel zu teuer. Eine Beleuchtung wäre mit Kosten von 44.000 Euro verbunden, da in der Nähe keine Stromleitungen liegen würden. Aber: Sofern die Bezirksvertretung 7 die Mittel zur Verfügung stellt, würde die Verwaltung die Beleuchtung der Haltestellen Am Schmidtberg veranlassen und eine vertragliche Regelung zwischen Rheinbahn AG und dem Landesbetrieb Straßenbau NRW herbeiführen. Die Errichtung von Solarmodulen werde von der Rheinbahn aufgrund bisheriger Erfahrungen mit Diebstahl und Vandalismus, insbesondere an so entlegenen Stellen, ohnehin grundsätzlich abgelehnt. "Nicht zu fassen, die schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu, unternehmen will aber keiner etwas", ärgert sich Rayermann, der dennoch nicht aufgeben und weiter versuchen will, Licht in die Angelegenheit zu bringen.

(arc)