1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Stadtteile
  5. Holthausen

Weitere Diskussion um Radweg Am Trippelsberg in Holthausen

Streit um geschützen Radweg : CDU regt Hafen-Anschluss an die Schnellstraße an

Die Entscheidung, den Weiterbau des geschützten Radwegs im Reisholzer Hafen auszusetzen, sorgte in der BV für Unmut. Die Verwaltung will vor der endgültigen Entscheidung weitere Daten erheben.

Eigentlich hätte die Bezirksvertretung 9 in ihrer Sitzung am Freitag nur die Entscheidung der Verwaltung zur Kenntnis nehmen sollen, dass der Weiterbau des so genannten geschützten Radwegs durch den Reisholzer Hafen ersteinmal gestoppt ist. Bevor klar ist, wie bei der Gemengelage von durchfahrenden Radfahrern sowie den Anforderungen der anliegenden Gewerbebetriebe an Lkw-Verkehr und Parkmöglichkeiten allen Seiten so weit wie möglich gerecht werden kann, will die Verwaltung nun ersteinmal Daten erheben und die Lage vor Ort näher untersuchen.

Doch dieses Ansinnen wollten die Mitglieder der BV 9 nicht unkommentiert lassen. Die Fraktion der Grünen hatten für die Sitzung einen Dringlichkeitsantrag mit vier Forderungen an die Verwaltung eingebracht. Doch weil es sich bei der Vorlage für die BV 9 nur um eine so genannte Informationsvorlage gehandelt hatte, war das nicht möglich. Stattdessen werden die Forderungen der Grünen nun als Anregung im Protokoll der Sitzung angemerkt.

Die Grünen hatten in ihrem nicht zulässigen Dringlichkeitsantrag gefordert, dass auf der Straße Am Trippelsberg umgehend temporärere Baustellenschilder mit Tempo 30 aufgestellt werden; zudem soll ein beidseitiges absolutes Halteverbot zwischen Reisholzer Werftstraße und der Straße Karweg ausgewiesen werden. Bis zum 1. August soll die Verwaltung zudem die Linienführung der Protected Bike Lane provisorisch mit einer gelben Markierung versehen. Auf der Strecke soll der so markierte Radfahrstreifen mit Radwegsymbolen im Verlauf gesamtem Strecke markiert werden. Als vierten Punkt schlagen die Grünen das Anbringen einer so genannten Web-Cam an der Kreuzung Reisholzer Werftstraße/AmTrippelsberg Richtung West vor, um die Maßnahmen beobachten und auswerten zu können.

  • Unfall in Burscheid : Skateboardfahrer stürzt und stirbt an Kopfverletzungen
  • Tampons und Binden soll es nun
    Zoff im Stadtrat Dormagen : Menstruationsprodukte an Schulen kommen
  • Diese Treppe am Alten Markt in
    Sichere Wege, weniger Gefahrenstellen : Düsseldorfer Politik will mehr für Fußgänger tun
  • In Vorfahrt- und Abbiegesituationen kommt es
    Radfahren ist auch im Kreis Viersen beliebt : Polizei rechnet mit mehr Rad-Unfällen
  • So sieht die Industriehalle von innen
    Wirtschaft in Schwalmtal : Zwei neue Unternehmen in Waldniel
  • Konzept "Betonte Mitte" (Blühende Bäume, in
    Neue Erkelenzer Mitte : Das wünschen sich die Bürger für den Markt

Der vorrangig zuständige Ordungs- und Verkehrsausschuss hatte sich in seiner jüngsten Sitzung immerhin einstimmig auf einen Beschluss einigen, in dem es heißt, dass die Politik eine „zügige“ Fortsetzung des Projekts fordert und daher umgehend unterrichtet werden will, nachdem die Verwaltung im Sommer die geplante Verkehrszählung erledigt hat. Umgehend soll zudem Tempo 30 im westlichen Teil eingeführt werden.

Die CDU in der Bezirksvertretung 9 regte gleich noch ein anderen Lösungsvorschlag an, den CDU-Ratsherr André Tischendorf ausführte: „Aus unserer Sicht könnte es Sinn ergeben, wenn die Straße  Karweg eine befahrbare Zuwegung zur Münchener Straße erhält. die Stichstraße ist derzeit Sackgasse, lediglich Radfahrer und Fußgänger können die Schnellstraße über eine Brücke passieren. Das grüne BV-Mitglied Jürgen Kürten kritisierte die Verwaltung, dass sie nun erst Radfahrer zählen wolle. Er fragte nach, ob es denn eine Untergrenze gebe, bei denen die Stadt dann feststelle, dass sie Radfahrer gar nicht mehr schützen wolle.