Holthausen : Viel Beifall für die Sänger

Großer Projektchor und Kinderchor sangen John Rutters "Mass oft he Children" in der restlos gefüllten Holthausener Kirche St. Joseph.

"Gott wohnt in der Musik", sagte Kaplan Hendrik Hülz zur Begrüßung in der restlos gefüllten Kirche St. Joseph und lud dazu ein, das im Konzert selbst zu erfahren. Nicht enden wollte der Aufzug der Chorsänger, die sich unter der Leitung der Kantoren Pamela König und Rudolf von Gersum seit April dieses Jahres einem großen Projekt verschrieben hatten: Aufführung der "Mass of the Children" von John Rutter.

Doch vor dem Hauptwerk durften sich erst einmal die jüngsten Sänger beweisen. Mit von Gersums Klavierbegleitung sang der Jugendchor unter Pamela Königs Leitung das "Halleluja 2002" von Gerd Peter Münden. Keine Probleme hatten die Kinder mit den wechselnden Rhythmen, sangen alles auswendig, mit frischen Stimmen und sichtlicher Begeisterung. Die Zuhörer, darunter viele Eltern, spendeten großen Beifall. Königs und von Gersums Einsatz für die musikalische Förderung der Jugend hatte sich gelohnt. Mit John Rutters "Look at the World" kam dann der gesamte Chor mit Orchesterbegleitung zum Einsatz. In dem strophisch aufgebauten Lied werden die Wunder der Schöpfung besungen, für die Gott zu danken ist. Jugendchor, Damen und Herren des großen Projektchores wechselten sich in der Darbietung der vier Strophen ab, der Gesamtchor sang jeweils den Refrain: Praise to Thee, O Lord for all creation. Holzbläser, Streicher, Harfe und sanftes Blech lieferten den passenden Klangteppich.

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Nach solch opulentem Chorklang gönnte Rudolf von Gersum den Sängern eine Pause und ließ mit Percy Fletchers "Festival Toccata" die Register der Orgel erblühen. Mit interessanter Registerwahl und Wechsel zwischen Hauptwerk und Rückpositiv gab er dem Werk den festlichen Glanz, den sein Name verlangt.

Dass viele Köche den Brei verderben, sagt ein alter Spruch. Aber kann das gutgehen, wenn sich zwei Dirigenten aufs Pult stellen und dirigieren? Wie schon bei Rutters erstem Werk teilte sich bei seiner "Mass of the Children" Pamela König das Dirigieren mit Michael Mansion. Während König sich ganz den Chören widmete, hatten Orchester und Solisten in Mansion einen eigenen Dirigenten. Angesichts des großen Chor- und Orchesterapparates eine gute Lösung.

Beim Kyrie zeigte sich bald, dass man die Instrumente vor Beginn noch einmal hätte stimmen müssen, der kalten Kirche geschuldet. Nach ungewohntem Zwischenbeifall vor dem Gloria bot sich die Gelegenheit. Das halbstündige Werk des Zeitgenossen John Rutter ist geprägt vom Wechsel zwischen Kinderchor, Solisten und großem Chor. Eindringlich erklang das Kyrie, mit feurigem Schluss das Gloria. Sanctus und Benedictus, in feinem piano eingeleitet, zeichneten sich durch sauber abgesprochene Endungen und fein gesungene Soli von Ricarda Holtkamp (Sopran) und Bernhard Hüsgen (Bariton) aus. Nach ungewöhnlichen Chorharmonien im Agnus Dei und Finale gab's jubelnden Beifall fürs gelungene Werk.

(hs)