Sport : Die Tennis-Brüder

Der TC Holthausen verzeichnet im Moment einen starken Mitgliederzuwachs. Grund dafür sind nahe Neubaugebiete – und das professionelle Trainerteam unter Führung der Brüder Boris und Mark Joachim.

Boris Joachim, 47 Jahre, und Mark Joachim, 46 Jahre, sind als Brüder unzertrennlich. Gemeinsam in Benrath aufgewachsen, sind ihre Leben immer wieder parallel verlaufen. Sportlich teilen sie die Vorliebe für Tennis. Und beide haben aus ihrer Leidenschaft eine berufliche Karriere gestartet, zunächst als Tennisprofi und anschließend als Tennistrainer. Beim TC Holthausen leiten sie als Duo das Trainerteam beim größten Tennisclub im Düsseldorfer Süden, dem mit Karsten Braasch sogar ein ehemaliger Davis-Cup-Spieler angehört.

Für Boris hat sich sein großer Traum von einer Karriere als Tennisprofi allerdings nur für kurze Zeit erfüllt. Aufgrund von Rückenproblemen musste er frühzeitig im Alter von 19 Jahren seine Hoffnungen aufgeben. Seinen Plan B, ein Lehramtsstudium, verfolgte er eher halbherzig. Und so war der Tennisfreak froh, als ihn damals das lukrative Angebot erreichte, als Cheftrainer beim TC Rot-Weiß Worms anheuern zu können. Seitdem ist er Tennistrainer.

Seinen Bruder Mark hingegen führte der Tennissport als Profispieler rund um die Welt. Wimbledon und die Australien Open gehören zu seinen Karriere-Höhepunkten. 16 Jahre lang spielte der ehemalige Weltranglisten-240. in der Tennisbundesliga. Für den Düsseldorfer Rochus Club schlug der mehrfache Deutsche Meister in den 1990er Jahren auf. „Tennis ist ein Sport, den jeder bis ins hohe Alter spielen kann“, versichert der Profi.

Auch abseits des Tennisplatzes verbringen die Brüder viel Freizeit miteinander, etwa auf Reisen, wenn es nach Frankreich oder Spanien ans Meer geht. Beide begeistern sich für Sportfilme aller Art. Und selbst kulinarisch teilen sie den gleichen Geschmack, vor allem, wenn Mutter Kyong-Za südkoreanische Köstlichkeiten aus der Heimat zubereitet.

„Unser professionelles Trainerteam mit Boris und Mark Joachim an der Spitze ist ein echter Pluspunkt für unseren Verein“, sagt Breitensportwart Markus Hock und nennt so einen der Gründe für den aktuellen Boom beim TC Holthausen. „Die Mitgliederzahl hat sich innerhalb der letzten drei Jahre auf aktuell 532 geradezu verdoppelt“, stellt Peter Hermann als zweiter Vorsitzender zufrieden fest. Familienfreundliche Beiträge sowie ein abwechslungsreiches Programmangebot für Jugend und Erwachsene, so Hermann, haben Familien aus den in der Nähe entstandenen Neubaugebieten in den Stadtteilen Himmelgeist, Itter und Wersten zum TC Holthausen gelockt. Neu im Programm ist etwa das Generationen-Turnier. „Dabei können Opa und Enkel im Doppel spielen“, erklärt Kassenwartin Ursula Kolken.

Italiener, Franzosen, Portugiesen und Japaner sorgen beim TCH für einen internationalen Mix, den der Club seinem Standort in der Nähe des Henkel-Werksgeländes verdankt. Für Mitarbeiter des Konzerns liegt die Anlage an der Hügelstraße quasi auf dem Nachhauseweg. Schmuckstücke sind die elf Außenplätze und die Tennishalle, die inzwischen mit LED-Beleuchtung energiesparsam betrieben wird.

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