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Repair-Cafe Holthausen startet unter Corona-Bedingungen

Repair-Cafe des ASB wieder in Betrieb : Repair-Cafe startet mit Corona-Regeln

Die Ehrenamtlichen reparieren wieder, der dazugehörige Kaffee muss jedoch ausfallen. Damit geht viel Gemütlichkeit verloren, die das Angebot ausgemacht hat. Dankbar sind die Menschen trotzdem, wenn ihre alte Technik wieder funktioniert.

Das Wasser im Kocher wird nicht heiß, das Toastbrot brennt an, das Radio findet nicht mehr die richtige Wellenlänge für den Lieblingssender. Streikende Geräte gehören zum Alltag. Kein Wunder, dass das Repair-Café im Zentrum Plus des Arbeiter-Samariter-Bundes in der Henkelstraße vor Corona-Zeiten ein absoluter Renner war. Dann musste das beliebte Angebot im März abrupt schließen. „Wir dachten erst, es klappt nicht mehr, aber dann fanden wir Möglichkeiten für die Verhaltensregeln“, erklärt Uschi Lauterjung, Mitarbeiterin des Zentrum Plus. In dieser Woche hatte das Angebot Premiere unter strengen Hygiene-Regeln.

„Früher war dieser Termin auch ein Treffpunkt für einen gemeinsamen, gemütlichen Kaffee, aber das geht zurzeit leider gar nicht“, bedauert Uschi Lauterjung. Jetzt stehen an drei langen Tischen im vorderen Saal drei Reparaturplätze zur Verfügung. In der Mitte trennt ein Plastikschutz Kunde und Techniker. Alle müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. „Die Leute müssen sich außerdem anmelden, weil wir konkrete Termine vergeben“, erklärt Uschi Lauterjung. Name, Kontakt, Termin, das Gerät und seine technische Macke sind auf der Liste vermerkt. „Drucker mit Papierstau“, „Sensor hakt beim Saug-Roboter“, „Sender vom Kofferradio nicht mehr einstellbar“, sind einige Problemfälle des aktuellen Tages.

Für jede Reparatur ist eine Dreiviertelstunde eingeplant. „Wir wollen heute testen, ob die veranschlagte Zeit ausreicht“, erklärt die Mitarbeiterin des ASB. Künftig ist das Angebot einmal im Monat, früher war es vierzehntägig. „Die heutigen Termine waren ruck zuck innerhalb einer Stunde vergeben“, freut sich Uschi Lauterjung über den Zuspruch. Der Oktober sei schon ausgebucht, im November sind noch Termine frei. - Lothar Dressler kämpft mit der unteren Seite eines Toasters. Sie lässt sich nicht so einfach mit dem Schraubenzieher öffnen. „Das ist extra so gemacht, man soll ja nichts selbst machen können“, brummt der Fachmann etwas verdrießlich. „Der Toaster will nicht mehr richtig, ich hab ihn aber erst vor zwei Jahren gekauft“, erklärt die geduldige Besitzerin. Lothar Dressler bleibt vorerst einmal optimistisch. „Mit der Maske ist das schlecht, mir beschlägt immer die Brille. Aber das ist nun mal so“, kommentiert der Fachmann. Seine Kundin kann noch hoffen. Gudrun Krumm nimmt hingegen ihre Kaffeemaschine wieder mit. „Da ist etwas angerostet und das kann nicht mehr repariert werden“, meint die Holthausenerin. Zu den Hygiene-Regeln sagt sie: „Es war früher lockerer, jetzt ist es überall etwas beschwerlich, aber ich kann damit leben.“