Holthausen : Rams erreichen Play-offs

Das Skaterkockey-Team zeigte seine beste Saisonleistung und siegte mit 15:6 gegen den direkten Konkurrenten, die Langenfeld Devils. Trainer Wilbert glaubt an den Aufstieg in die Erste Liga.

Der Inline-Skaterhockeyclub Düsseldorf Rams hat die Play-offs zum Aufstieg in die Erste Bundesliga erreicht. Am letzten Vorrundenspieltag der Nordgruppe der Zweiten Bundesliga bezwang das Team von Trainer Kjell Wilbert seinen direkten Rivalen überraschend klar mit 15:6 (5:0/8:4/2:2). Denn die Langenfeld Devils hätten bei einem Sieg gegen die Rams den zweiten Play-off-Platz erreicht. Rund 200 Zuschauern sahen in der Konrad-Henkel-Halle im Sportpark Niederheid eine packende Partie.

"Das war unsere bestes Saisonleistung", sagte Rams-Vorsitzende Sabine Schmidt strahlend bereits Sekunden vor der Schlusssirene. Wilbert attestierte seinen Schützlingen eine "sehr gute Vorstellung". Wilbert: "Die Jungs sind richtig heiß darauf, in die Erste Liga zurückzukehren." Play-off-Gegner werden die IVA Rhein Main Patriots sein, die in der Südgruppe punktgleich mit den Badgers Spaichingen an der Tabellenspitze stehen und aufgrund des direkten Vergleichs als Erstplatzierte gelten.

In einer temporeichen und jederzeit hochklassigen Partie erwischten die Hausherren den besseren Start und kamen rasch zu zwei Treffern durch Colin Dehnke (5.) und Johannes Matzken (6.). Beide Kontrahenten agierten offensiv, wobei sich die Düsseldorfer dominant zeigten. Nachdem Rams-Goalie Jan Spaltmann gegen Moritz Matzkies in höchster Not zu retten wusste, schloss Captain Oliver Markmann den anschließenden Konter mit dem 3:0 ab (9.). Auch in der Folgezeit sorgten die Hausherren immer wieder für Alarm vor dem Devils-Tor von Florian Moths, der phasenweise unter Dauerbeschuss stand. Die Folge: Tim Müller (10.) und Sebastian Schmidt (20.) schraubten den Vorsprung bis zur ersten Pausensirene weiter in die Höhe.

Im Mitteldrittel versuchten die Devils den eigenen Torerfolg mit Distanzschüssen zu erzwingen. Matzkies (24.), Marius Limper (25.) und Henrik Hermes (26.) scheiterten knapp. Auf der Gegenseite zeigten sich die Rams effektiver: Markmann versenkte die rote Hartgummikugel nach Querpass von Maximilian Meyer zum 6:0 (25.). In der Folgezeit wussten die Devils das Geschehen vorübergehend offener zu gestalten. Victor Uhl netzte nach Zuspiel von Matzkies zum 6:1 ein (26.). Wenig später ließen Christoph Hermes (31., zum 7:2) und Constantin Uhl (31., zum 7:3) die Gäste-Fans jubeln, nachdem zuvor Meyer für die Rams zum 7:1 getroffen hatte (27.). Beim packenden Hin und Her setzten die Rams nach Ballverlust immer wieder nach. Schmidt, Dehnke (zweimal), Tim Müller, Markmann und Matzken sorgten für weitere Rams-Tore.

Der Schlussabschnitt war überschattet von einer schweren Fußverletzung von Christoph Hermes, die sich der Langenfelder beim Aufprall an die Bande zugezogen hatte und woraufhin er per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste (45.). Anschließend dauerte es eine Weile, bis die Partie zur Schlussphase hin noch einmal Fahrt aufnahm. Für die Rams trugen sich Meyer (50.) und Robin Wilmshöfer (56.) noch in die Torschützenliste ein. Die letzten beiden Devils-Treffer erzielten Matzkies (47.) und Captain Henk Ginsberg (57.). "Ich glaube, der Wiederaufstieg ist machbar", zeigt Wilbert Optimismus mit Blick auf die bevorstehenden Play-offs.

(hel)
Mehr von RP ONLINE