1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Stadtteile
  5. Holthausen

Holthausen: Rams-Damen schon für Play-offs qualifiziert

Holthausen : Rams-Damen schon für Play-offs qualifiziert

Derzeit ist das Team im Umbruch: Top-Torjägerin Jana Bagusat gönnt sich gerade eine Pause.

Noch fünf Spiele haben die Damen des ISC Düsseldorf Rams in der Meisterschaftsvorrunde im Skaterhockey zu absolvieren. Mit dem 5:3-Heimsieg gegen die Langenfeld Devils hat sich das Team von Trainer Kjell Wilbert am Sonntag vorzeitig für die Play-offs qualifiziert. Beim 2:0/1:1/2:2 waren Kira Riepe, Maren Krämer, Jule Klement und Kira Kanders (zwei Treffer) die Torschützinnen. Ohne jeden Punktverlust steuert der Vorjahres-Meister als vermutlich Erstplatzierter mit der günstigsten Ausgangsposition in die Finalrunde 2016.

Trotz des Titelgewinn im vergangenen Jahr befinden sich die Rams-Damen im Umbruch. "Die vergangene Saison ist extrem unrund gelaufen", erinnert sich Wilbert. Der Kader hatte sich nach Abgängen als zu klein erwiesen. Vor allem zu Beginn der Meisterschaftsrunde 2015 hagelte es überflüssige Niederlagen. Im Pokal, der erstmals in Turnierform mit zwei ausgelosten Gruppen von je sechs Mannschaften ausgetragen wurde, kam für die Düsseldorferinnen vorzeitig das Aus. Im Finale standen sich als Gruppensieger die Spreewölfe Berlin und die Mendener Mambas als anschließender Pokalsieger gegenüber.

  • MSV-Kapitän Moritz Stoppelkamp sitzt auf dem
    Enttäuschende Saison endet mit Niederlage : MSV verliert auch in Meppen - Umbruch steht bevor
  • Supertalent Ayub Musaev (r.) ist in
    Ringen : Das Bundesliga-Team des KSK steht
  • Das Ende einer Ära: Jill Stratton
    Basketball : Abgang mit Applaus – und Sorgen
  • Julian Hanses führt die Verfolgergruppe in
    Motorsport : Julian Hanses fährt in Oschersleben in die Top-Ten
  • Kurz nach der Vize-Meisterschaft in der
    Basketball, 2. Bundesliga (ProA) : Für Gnad geht in der Pause die Arbeit weiter
  • Nach verpasster Rückkehr in Bundesliga : Wann die Verhandlungen mit Rösler beginnen*

Um den Kader für die Zukunft personell besser aufzustellen, wurden mit Amelie Rose und Selina Daheim seinerzeit zwei 13-jährige Nachwuchsspielerinnen in die Erstligaformation integriert. Seit 2016 wurde sogar auf Verstärkung von außen gesetzt: Julia Baumgartner und Franziska Vahl hießen die Zugänge. Baumgartner, eine inzwischen 21-jährige Stürmerin, die ihre Jugendjahre einst bei den Rams verbracht hatte, kehrte von den Crash Eagles Kaarst zurück. Offensivkraft Vahl versucht sich, abgesehen von einem kurzen Engagement bei den Crash Eagles Kaarst, erneut auf Inlinern. Als Eishockeyspielerin gehört sie parallel zum 2015 neu gegründeten DEG-Team, welches als Aufsteiger 2016/17 in der Zweiten Bundesliga antritt. Vahl spielt dort übrigens gemeinsam mit ihren Rams-Kolleginnen Kira Riepe, Jana Bagusat sowie den Torhüterinnen Carolin Walz und Rebecca Ramackers.

In der laufenden Meisterschaftsrunde belegen die Rams nach sieben Siegen in Folge aktuell Rang eins vor dem Verfolger Bockumer Bulldogs. Der bislang erfolgreiche Saisonverlauf stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass sich die Rams mit ihrer Personalpolitik, eigene Jungtalente, die seit Jahren in den männlichen Nachwuchsteams ausgebildet werden, möglichst früh in den Damen-Kader hochzumelden, auf dem richtigen Weg befinden. Die Torschützin aus dem Langenfeld-Spiel, Jule Klement, ist da ein weiteres Beispiel wie auch die 17-jährige Vena Kanters, die sowohl bei den Junioren als auch bei den Damen zum Einsatz kommt. "Ein Mega-Talent", schwärmt Wilbert.

Der Umbruch hat sich nicht reibungslos vollzogen. "Durch den Einbau von jungen Spielerinnen verkürzen sich zwangsläufig die Einsatzzeiten unserer etablierten Spielerinnen", räumt Wilbert ein. Das führte im Team zu atmosphärischen Störungen. Eine Folge: Top-Akteurin Jana Bagusat hat sich eine schöpferische Pause gegönnt.

Trainer Wilbert ist aber zuversichtlich, dass alle Beteiligten von den Veränderungen profitieren werden.

(hel)