Holthausen: Offener Brief an Geisel wegen Kindertreff-Schließung

Holthausen : Offener Brief an Geisel wegen Kindertreff-Schließung

Holthausener Seniorenrats-Mitglied Hermann Becker hat an den Oberbürgermeister geschrieben.

Sang- und klanglos wollen die Eltern, deren Kinder die Kinderfreizeiteinrichtung an der Holthausener Geeststraße nutzen, die Schließung der Einrichtung zum Jahresende nicht hinnehmen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das die Einrichtung derzeit betreibt, an einer Weiterführung interessiert sei, wie DRK-Sprecherin Jasmin Schürges im Gespräch mit unserer Redaktion berichtet. Vergangene Woche habe es einen Elternabend gegeben, so Schürges. Dort sei auch besprochen worden, dass die Betroffenen Unterschriften für einen Erhalt sammeln wollten.

Einen Mitstreiter im Kampf um den Erhalt der Einrichtung, den regelmäßig zwischen 25 und 40 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren besuchen, ist das im Stadtteil bekannte Seniorenrats-Mitglied Hermann Becker.

Auf seinem persönlichen Briefbogen hat Becker nach der Lektüre über die bereits beschlossene Schließung zum Jahresende Oberbürgermeister Thomas Geisel einen offenen Brief geschrieben, der unserer Redaktion vorliegt. Er, so Becker, habe "mit Befremden und Entsetzen und erst recht mit großer Wut im Bauch" den Artikel gelesen. Es könne doch nicht wahr sein, eine solche Einrichtungen mit so vielfältigem Angebot einfach aufzugeben. "Vor allen Dingen, wenn man vor einer Oberbürgermeisterwahl kundtut, dass die Jugendarbeit gefördert werden muss", heißt es in dem Schreiben. Die Stadt hat den Eltern vorgeschlagen, dass ihre Kinder künftig gebündelt in der Einrichtung "Kamper 17" betreut würden. Er wage zu bezweifeln, dass dort genügend Platz für alle sei, so Becker. Er hoffe nun darauf, dass Geisel die Schließung überdenkt.

(rö)
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