Neue Skaterhockey-Damenmannschaft bei den Rams Düsseldorf

Skaterhockey : Die neue Generation der Rams-Damen

Bis zu ihrer Auflösung 2017 waren die Damenmannschaft der Düsseldorf Rams Rekordmeister im Skaterhockey. Nun hat sich ein neues Team gebildet und den Spielbetrieb in der zweiten Liga aufgenommen.

Es gibt sie wieder, die Damen beim Inlineskaterhockeyclub Düsseldorf Rams. Nach dem sang- und klanglosen Ende des einstigen Rekord-Meisterteams in der Abstiegssaison 2017 wagen die Widder nun einen Neustart. Elf mutige Mädchen bilden dabei den Anfangskader – und der Saisonauftakt in der zweiten Damenliga ist bereits erfolgt. 5:6 unterlagen die jungen Hoffnungsträgerinnen bei ihrem Meisterschaftsdebüt gegen Brakel Blitz, 4:5 gegen Bissendorf Panther im zweiten Spiel, allerdings jeweils erst im Penaltyschießen.

Trotz dieser Niederlagen hat sich gezeigt: Die neue Rams-Formation – überwiegend mit Nachwuchsspielerinnen bestückt – kann auf Zweitliga-Niveau mithalten. Trainer Thorsten Kertscher formuliert das Saisonziel gelassen: „Wir wollen Spaß haben und Erfahrung sammeln.“ Die Last der Vergangenheit mit zehn Meistertiteln und sechs Pokalsiegen im Gepäck soll (vorerst) in den Hintergrund rücken.

Ehrgeiz ist dennoch vorhanden. „Vielleicht klappt’s in diesem Jahr schon mit Rang vier oder fünf“, wagt Spielführerin Lena Meyer einen optimistischen Ausblick. Die zu erwartenden Niederlagen für den blutigen Liganeuling fürchtet sie überhaupt nicht. „Hauptsache, wir werden nicht die Letzten“, lautet das Motto. Die 16-Jährige spielt schon seit acht Jahren Skaterhockey und gehört folglich zu den erfahrenen Akteurinnen. Auspowern und Kraft rauslassen, das seien die Vorzüge dieses Temposports. In Zweikämpfen geht Lena schon mal richtig zur Sache. „Schließlich sind die Gegenspielerinnen gut gepolstert, da tut sich niemand weh“, merkt die Spielerin an.

Über noch wenig Hockeyroutine verfügt Alisha Kertscher. Dabei ist die 14-jährige Trainertochter auf Inlinern quasi aufgewachsen und rollt, seit sie laufen kann. „Hockey auf Inlinern ist aber etwas ganz anderes“, hat sie festgestellt. Schießen, bremsen, auf rückwarts umstellen sind die gefragten Künste, und da gibt es beim „Nullanfang“, wie sie einräumt, noch einiges zu lernen. Zugute kommt Alisha, dass sie ein durch und durch beweglicher Typ ist. „Ich tanze gern Hip-Hop“, verrät sie, und das geht besonders gut in der Tanzschule ihrer Schwester „Dance and Dream“ in Lohausen.

Reichlich Routine kann Carolin Baur vorweisen. Die Achtklässlerin vom Schloss-Gymnasium, die außer Sport auch Mathematik zu ihren Lieblingsfächern zählt, gehört seit neun Jahren dem Widder-Nachwuchs an. Ihr Bruder Niklas hat die Reisholzerin für Skaterhockey begeistert. „Ich mag diesen Adrenalinschub, wenn es im Spielverlauf richtig spannend wird“, erklärt die Stürmerin, die sich in ihrer Freizeit gern mit Freunden trifft. Weil Carolin auch im Jugendteam der Rams auf Tore-Jagd geht, ist ihr Sportkalender prall gefüllt. „Wenn in der Schule Klassenarbeiten anfallen, muss ich das Training schon mal ausfallen lassen“, bedauert sie.

„Die Mädchen verstehen sich prima, funktionieren als Team“, sieht Kertscher, der mit dem ehemaligen Damen-Meistertrainer Gunnar Genuttis das Coaching übernommen hat. „Im nächsten Jahr werden wir gewiss höhere Ziele anstreben“, lautet die Planung. Ein fernes Ziel soll die Wiederkehr in die erste Bundesliga sein. Kertscher: „Da gehören wir hin.“

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