Holthausen : Michael Steinke "denkt" Fußball

Seit Ende Februar ist Michael Steinke verantwortlicher Trainer beim SFD. "Es gibt einen unbefristeten Vertrag", bestätigt der Nachfolger von Conny Eickels. Steinke hatte zuvor als Co-Coach beim A-Kreisligisten dem renommierten Ex-Profi Eickels zur Seite gestanden. Sonntag empfängt der SFD den VfB 03 Hilden .

Nun also soll Steinke beim Tabellenletzten die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen. "Unser Blick ist schon auf die Zeit nach einem möglichen Abstieg gerichtet", betont Steinke. Acht Zugänge für die neue Saison sind fest. "Drei oder vier A-Jugendspieler wollen wir in den neuen Kader integrieren." Der größte Teil der aktuellen Formation soll übernommen werden.

"Die Mannschaft steht voll hinter mir", weiß Steinke, der als Trainer beim Rather SV, TuSA 06 und Alemannia 08 tätig war. Beim SV Oberbilk, seinem Heimatverein, hat er die Zweite betreut. Als Jugendspieler gehörte er dem DSV 04 an. Dort bekleidete er als Linksfuß die Rolle im linken Mittelfeld, bevor er zu Eller und zum Rather SV wechselte.

"Fußball ist zu 90 Prozent Kopfsache", lautet seine Fußball-Philosophie. Obwohl er selbst kein besonders guter Spieler gewesen sei, habe er es durchaus weit gebracht. "Weil ich immer genau zugehört habe, was der Trainer gesagt hat." Seine SFD-Kicker will der Coach vor allem taktisch schulen. Zusätzliche Übungseinheiten "Theorie" hat es bereits gegeben. "Der Wille ist da", attestiert Steinke seinen Schützlingen. Der Vereinsvorstand hat für den Fall des Klassenverbleibs eine Extra-Prämie in Aussicht gestellt. "Aber es ist schon ein Wunder nötig", gibt er sich realistisch.

Der großen Herausforderung fühlt sich Steinke durchaus gewachsen. Sein Trainer-Vorbild ist Otto Rehagel. Steinke: "Die Arbeit von König Otto hat mir imponiert." Rehagel schaffte es, junge Talente zu einem erfolgreichen Team zusammenzuschweißen. Deshalb hält Steinke den Bremern als Werder-Fan seit 30 Jahren die Treue. Natürlich drückt er als Düsseldorfer der Fortuna die Daumen.

Auf die WM in Brasilien freut sich der 47-Jährige schon. "Ich bin überzeugt, dass Deutschland das Finale erreicht." In Brasilien und Titelverteidiger Spanien sieht Steinke die stärksten Rivalen.

Wenn außerhalb des Fußballs noch Zeit bleibt, widmet sich der SFD-Trainer dem Motorradfahren. Gemeinsam mit Ehefrau Kerstin düst Steinke auf seiner 650er Suzuki Bandit durch die Eifel und in Richtung Elsass. "Beim Motorradfahren spüre ich das Gefühl von Freiheit", verrät Steinke. Während dieser Reisen ins Blaue muss seine beste Freundin, Katze Kessi, daheimbleiben und die Stellung halten.

(hel)
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