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Linke protestiert gegen den Verkauf von Gut Niederheid in Holthausen

Sanierungsbedarf : Linke protestiert gegen den Verkauf von Gut Niederheid

Die Stadt will den stark sanierungsbedürftigen Hof an einen Investor verkaufen. Gibt jedoch Befürchtungen, dass dies das Angebot – unter anderem für Förderschulen – einschränken könnte.

Die Gebäude sind feucht und alt, die Dächer löchrig und die Wände verschimmelt. Der Gutshof Niederheid in Holthausen ist in keinem guten Zustand, die nötige Sanierung des mehr als hundert Jahre alten Gebäudekomplexes würde mehr als fünf Millionen Euro kosten. Diese Kosten will die Stadt nicht tragen und hat den alten Hof deshalb im Dezember 2019 zum Verkauf ausgeschrieben.

Gegen diese Pläne will die Ratsfraktion der Linken nun vorgehen. Der Entwurf eines entsprechenden Antrags liegt unserer Redaktion vor. Darin fordern die Ratsmitglieder Lutz Pfundner und Angelika Kraft-Dlangamandla, die auch in der Bezirksvertretung für Garath und Hellerhof sitzt, einen Stopp des Verkaufs von Gut Niederheid. Begründung: „Mit dem Verkauf wäre das bestehende Angebot für die Kinder und ihre Eltern gefährdet.“ Auf dem ehemaligen Gutshof werden unter anderem therapeutisches Reiten sowie Programme für Kinder mit Behinderungen und psychischen Beeinträchtigungen angeboten. Auch mit Förderschulen arbeitet Betreiberin Christina Tschorn regelmäßig zusammen. Aufgrund des schlechten baulichen Zustands der Anlage war diese zuletzt nicht vollständig nutzbar, mehrere Gebäude konnten etwa aus Sicherheitsgründen nur noch als Lager für Stroh verwendet werden.

Dieses Angebot, so fürchtet die Linken-Ratsfraktion, könne eingestellt werden, wenn der Hof in privater Hand liegt. Die Stadt hatte potenziellen Käufern zwar zur Auflage gemacht, den Reiterhof zu erhalten, dennoch ist unklar, wie genau ein neues Konzept aussehen könnte.

Daher, so der Antrag weiter, solle der Gutshof mit Mitteln der Stadt saniert werden, um im Anschluss gemeinsam mit den aktuellen Betreibern ein Konzept zu entwickeln, mit dem das pädagogische und therapeutische Angebot aufrechterhalten wird.