Holthausen: Kreative Ideen für Projekte auf dem Kamper Acker

Holthausen : Kreative Ideen für Projekte auf dem Kamper Acker

Künstlerin Anne Mommertz und das Zentrum Plus wollen Lust auf Aktionen machen. Den Platz erforschten sie aus verschiedenen Blickwinkeln.

Manfred Einig hat seine Kamera und eine Idee gleich mitgebracht. Gemeinsam mit den anderen Spaziergangforschern und Künstlerin Anne Mommertz stellt er seinen Klappstuhl auf dem Kamper Acker hin und nimmt Platz: "Ich bin auf der Suche nach interessanten Motiven und würde hier gerne eine Fotoausstellung machen", sagt er. Eine Gruppe ganz unterschiedlicher Menschen ist zusammengekommen.

"Orte verändern sich, wenn man etwas darauf macht", sagt Anne Mommertz, die die Teilnehmer auffordert, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen. Schon sprudeln die Ideen: Von der Hörspielwiese über Lesungen, dem Barfußpfad, einer Fotoausstellung, Malen am Kamper Acker oder einer Yogastunde im Freien ist viel dabei.

Ellen Schmitz ist mit von der Partie: "Ich bin in der Mundart-Gruppe aktiv und jetzt bin ich gespannt, was wir hier an Aktionen machen können." Karl-Heinz Barbian plädiert für Sonnensegel, die auch einmal Schatten spenden, und Magret Einig regt illuminierte Wege am Abend an, wie es sie schon mal bei Landesgartenschauen gibt. Auch ein Dinner bei Kerzenschein können sich die Teilnehmer vorstellen oder einen Klavierspieler, der an dem ungewohnten Ort Musik macht. Dass der Kamper Acker ruhige Plätzchen und laute Ecken hat, ist spürbar, sobald die Klappstühle an anderen Stellen stehen.

Anne Mommertz, die sich als Künstlerin dem Thema "Zuhause" widmet, beschäftigt sich gerne mit Plätzen, die einen schlechten Ruf haben. Große und kleine Aktionen lassen Negatives meist in den Hintergrund rücken. Gute Erfahrungen gab es bereits mit einer Kaffeetafel an diesem Ort.

Auch das große Regenrückhaltebecken, das sich unter dem Kamper Acker befindet, könnte beispielsweise einmal besichtigt werden. SPD-Ratsfrau Angelika Wien-Mroß, die mit den Spaziergangforschern unterwegs ist, verspricht einen Kontakt herzustellen. Ein Teilnehmer regt an, den früheren Lauf der Itter mit bunten Bändern wieder sichtbar zu machen.

Anne Mommertz, die bereits die Projekte in Benrath im Paulsmühlentunnel initiierte, hat Erfahrungen mit Stadtteilprojekten. Sie sammelt die Ideen, die nun bei weiteren monatlichen Treffen ausgearbeitet werden sollen. Treffpunkt ist das Zentrum Plus in Holthausen. Leiterin Ute Frank hofft auf weitere Teilnehmer, die mitmachen möchten. "Es gibt ja viele Ideen, die teuer sind. Aber wir glauben auch an die Umsetzung der kleinen Dinge", sagt sie.

Das nächste Treffen ist am Donnerstag, 8. Mai um 15. 30 Uhr im Zentrum Plus Holthausen, Henkelstraße 15

(sime)
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