1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Stadtteile
  5. Holthausen

Holthausen: Henkel gibt Geld für Mitarbeiterprojekt von Susanne Volkmann

Holthausen : Henkel gibt Geld für Mitarbeiterprojekt von Susanne Volkmann

Seit 2001 engagiert sich die 53-jährige Düsseldorferin in Nepal. Die 50.000 Euro sind für ein neues Mutter-Kind-Zentrum vorgesehen.

Für Susanne Volkmann ist das ein besonderer Tag. Denn gerade eben hat sie erfahren, dass sie gewonnen hat: 50.000 Euro. Nicht für sich selbst, sondern für ein im Aufbau befindliches Mutter-Kind-Zentrum in Nepal, dem Land, in dem sich die 53-Jährige seit 2001 ehrenamtlich engagiert.

Diese Summe hat ihr Arbeitgeber zu einem besonderen Jubiläum gestiftet: Vor 20 Jahren rief Henkel als eines der ersten Unternehmen in Deutschland ein Programm ins Leben , das Mitarbeiter und Pensionäre in ihrem freiwilligen und ehrenamtlichen Engagement unterstützt: die MIT-Initiative (Miteinander im Team). Das Jubiläum ist Anlass für die Sonderförderung in Höhe von 50.000 Euro. Im nepalesischen Dorf Namjung wird mit der Spende von 50.000 Euro das Mutter-Kind-Gesundheits-Zentrum errichtet. Das Zentrum wird mit einem Geburtsraum ausgestattet, in dem Mütter ihre Babys sicher zur Welt bringen können, heißt es in einer Pressemitteilung von Henkel. Das Dorf Namjung liegt sechs Stunden Fußmarsch vom nächstgrößeren Ort entfernt und leidet bis heute unter den Folgen des Erdbebens 2015.

Das Projekt ist in Kooperation zwischen der Deutsch-Nepalesischen-Gesellschaft und dem Honorarkonsul Ram Thapa entstanden; Henkel-Mitarbeiterin Susanne Volkmann unterstützt dabei, wo und wie sie kann. Weil das auch viel Abstimmung zwischen Düsseldorf und Nepal bedeutet, hätte sie fast den Bewerbungsbeschluss verpasst, erzählt sie.

Bereits seit 2001 engagiert sich die medizinisch-technische Assistentin in Nepal. Ein Jahr zuvor war sie mit ihrer besten Freundin, einer holländischen Kinderärztin, auf Trekkingtour in Nepal. Das Leid, das beide dabei sahen, spornte sie an, zu helfen. Über sieben Jahre fuhren beide für einen bestimmten Zeitraum einmal im Jahr mit weiteren Helfern mit einem rollenden Hospital durchs Land und versorgten die Menschen. Dann stieg Volkmann irgendwann um auf eine Hilfe auf der sozialen Ebene, erzählt sie im Gespräch mit unserer Redaktion..

Regelmäßig investiert die 53-Jährige einen Teil ihres Jahresurlaubs. Seit mehr als zehn Jahren wird sie dabei von der MIT-Initiative unterstützt, durch finanzielle Spenden und Freistellung von der Arbeit. Noch hat sie keinen Plan, wann sie in diesem Jahr hinreist. Denn es müsse im Vorfeld gut überlegt werden, wie das Geld vernünftig eingesetzt werden soll, sagt Volkmann.

Weitere 40.000 Euro werden auf zwei weitere Projekte von engagierten Henkel-Mitarbeitern aufgeteilt: Das "Bottle classroom Project" baut in Guatemala Lernräume aus alten Plastikflaschen. Ein Mitarbeiterteam in Vietnam und Singapur hat sich zur Aufgabe gemacht, bereits bestehende Schutzhütten in der Bergregion Gia Lai zu Klassenräumen umzubauen. In 20 Jahren MIT hat Henkel über die Fritz-Henkel-Stiftung fast 14.000 gemeinnützige Projekte in mehr als 100 Ländern unterstützt - mit Sach- und Geldspenden, aber auch mit Zeit, in der Mitarbeiter bezahlt freigestellt werden, um etwas vor Ort zu bewegen. Die Projekte sind vielfältig: Hilfe in Kindergärten und Schulen, Förderung von Bildungsprojekten, Ferienfreizeiten für Kinder aus sozial schwachen Familien, Unterstützung der Special Olympics, Engagement in ugandischen Waisenhäusern oder die ehrenamtliche Arbeit als Jugend-Fußballtrainer - all dies sind Beispiele für die vielen weltweiten MIT-Projekte.

(rö)