Holthausen: Ein Nachmittag unter netten Nachbarn

Holthausen : Ein Nachmittag unter netten Nachbarn

Bei der Aktion "Stühle vor die Tür" lud diesmal Ingrid Möller zu sich in den Vorgarten bei Kaffee und Gebäck ein. Wer kommt, der kommt, ist die Devise. Weitere Termine sind schon geplant.

Die Teilnehmer des Projekts "Stühle vor die Tür" wollen mit wenig Aufwand nett zusammensitzen, mit der Nachbarschaft ins Gespräch kommen und neue Menschen kennenlernen. Innerhalb dieser Initiative hat Ingrid Möller bekannte und unbekannte Nachbarn und Freunde für gestern Nachmittag in ihren Vorgarten an der Bahlenstraße eingeladen.

Drei Sonnenschirme und ein Tisch mit der ein oder anderen Leckerei darauf und Stühlen drum herum. So oder so ähnlich stellen sich Anne Mommertz und Ute Frank, Initiatorinnen des Projekts "Stühle vor die Tür", einen schönen Nachmittag unter Nachbarn vor. Unter dem Motto "Es muss ja nicht gleich ein Straßenfest sein!" wollen sie die Nachbarschaft pflegen, kennenlernen und ohne großen Aufwand genießen. Nachdem Ute Frank am Zentrum plus an der Henkelstraße bereits erfolgreich die Stühle vor die Tür stellte und so Passanten zu einem kleinen Pläuschchen am Straßenrand animieren konnte, legte Ingrid Möller gestern ab 14 Uhr nach und stellte ebenfalls den ein oder anderen Stuhl vor die Tür. Die 67-Jährige war von Beginn an von der Idee begeistert. "So möchte ich auch mal bei uns auf der Straße zusammensitzen", sagte sie, als Jakob Gerresheim die Inspiration zur Initiative lieferte.

In dem Projekt "Holthausen auf der Spur" hängten unter anderem Mommertz, Frank und Möller ein weiteres Schild des Natur- und Kulturpfades auf. Jakob Gerresheim, der Besitzer des Hauses, an dem das Schild aufgegangen wurde, lud zu diesem Anlass die Nachbarschaft ein. Er stellte ähnlich wie Ingrid Möller Stühle auf die Straße und verschaffte der gesamten Nachbarschaft so einen schönen Abend. Aus diesem Erlebnis gründete sich die Initiative. Viel Einfluss auf die Gestaltung und Organisation der Treffen nehmen Ute Frank und Anne Mommertz nicht. Das Projekt soll jedem Interessierten einen Anlass geben und dazu anregen, ein nettes Beisammensein zu veranstalten. Bei der Planung und Terminierung haben die Gastgeber die Oberhand.

Auch Ingrid Möller hat sich ihren Termin selbst ausgesucht. Dass sie ausgerechnet am "Tag der Nachbarschaft" die Stühle vor die Tür stellt, wusste sie bis gestern morgen selbst nicht. Einen besseren Tag, hätte sie sich wohl kaum aussuchen können. Bei strahlendem Sonnenschein sitzen schon kurz nach 14 Uhr rund zehn Damen aus dem Zentrum plus in ihrem Vorgarten. Weitere Nachbarn haben sich angekündigt. Ob auch jemand Unbekanntes vorbei schaut, weiß Möller nicht. Sie freut sich zwar über jedes neue Gesicht, würde den Tag aber auch ohne Besuch als erfolgreich beschreiben. Wann sie die Stühle wieder ins Haus räumt, weiß Ingrid Möller noch nicht: "Wer bleibt, der bleibt. Solange harre ich dann auch noch hier aus."

Weitere Treffen dieser Art plant die Initiative schon in den nächsten Wochen. Anne Mommertz und Ute Frank freuen sich besonders über jeden Neuling, der selbst Stühle vor die Tür stellen möchte oder sich mal ein paar Minuten dazu setzt.

(RP)
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