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Düsseldorfer Flohmarkt mit Coronaregeln: „Weiberkram“ kämpft nicht nur mit dem Wetter

Flohmarkt in Düsseldorf : „Weiberkram“ kämpft nicht nur mit dem Wetter

Mehr Platz zum Stöbern und Shoppen - Händler und Besucherinnen sehen es positiv. Aber die Coronaauflagen und das Herbstwetter machen der Veranstalterin auch Sorgen.

Mit einem angepassten Hygienekonzept, mehr Personal und einer geringeren Besucherzahl öffnete „Weiberkram“ in der ehemaligen Parfümfabrik an der Bonner Straße am Sonntag seine Pforten.
Auch Regen und Windböen hielten die Besucherinnen des Mädelsflohmarktes nicht ab. Am Eingang wurden sie per QR-Code registriert und bekamen die Hände desinfiziert. Danach stand dem Stöbern nach Accessoires, Kleidern, Schuhen oder Jacken nichts mehr im Weg.

Anders als beim letzten „Weiberkram“ Anfang Oktober durften diesmal nur noch 250 Besucherinnen auf das „Bon Bon“-Gelände und in die Halle. Dort achtete ein Mitarbeiter der Veranstalterin Melanie Diop darauf, dass die Hygieneregeln eingehalten wurden. Pfeile auf dem Boden sorgten für zusätzliche Orientierung.

Hatten sich vor vierzehn Tagen in der Halle noch die Besucherinnen vor den Ständen gedrängelt, war nun ausreichend Platz, in Ruhe auszusuchen und das ein oder andere Stück auch einmal anzuprobieren. Dabei kam der Humor nicht zu kurz. Etwa, als sich eine junge Frau in einem langen Mantel vor einem der Spiegel drehte und überrascht feststellte: „So schlank hatte ich mich gar nicht in Erinnerung.“ Ihre Begleiterin konterte trocken: „Kein Wunder, das ist so ein Spiegel, der einen dünner wirken lässt.“ Keine Frage, die Mädels hatten Spaß und der, da waren sie sich einig, sollte bei all den Regelungen und schlechten Nachrichten jeden Tag nicht zu kurz kommen.

Veranstalterin Melanie Diop hatte ihr Personal noch einmal aufgestockt und war selbst auf dem Gelände unterwegs, das Funkgerät immer in Bereitschaft. „Wir haben schon wieder Pech mit dem Wetter, und wenn ich noch weniger Besucher reinlassen darf, wird sich das für mich in diesem Jahr kaum noch lohnen“, bilanzierte die Designerin. Rund 4000 Euro Miete muss sie für den „Weiberkram“ investieren. „Das rechnet sich kaum noch.“ Kritisch sieht sie, dass „so viel Unsicherheit bei den Regelungen für Veranstaltungen herrscht.“ Die änderten sich oft so schnell, dass die Behörden kaum selbst mit den Informationen hinterherkämen.

Eine Erfahrung die auch Nina & Friends machen. Sie sind regelmäßig auf Märkten wie dem „Weiberkram“. „Wir sind froh, dass wir hier sein können. Wuppertal wurde bereits abgesagt“, sagen sie.
Bettina Duske war mit ihrem Schmuckstand zum zweiten Mal  dabei. Sie hatte einen Platz auf dem Außengelände gewählt und bemühte sich um Zuversicht: „Noch können wir solche Märkte machten. Ich hoffe, dass sich alle an die Regeln halten und wir auch in nächster Zeit noch diese Möglichkeiten haben.“