Japanische Papierkunst zum Advent Sterne falten im Origami-Workshop

Düsseldorf · Die deutschen Adventsbräuche und die japanische Papierkunst brachten im Holthausener Zentrum Plus die Teilnehmer eines Origami-Kurses zusammen.

 Origami-Kurs in Holthausen: Hier wird für den Advent gefaltet.

Origami-Kurs in Holthausen: Hier wird für den Advent gefaltet.

Foto: Simona Meier

Auf dem großen Tisch im Zentrum Plus des Arbeiter-Samariter-Bundes sind buntes Papier und Servietten ausgebreitet.  Sehen, hören, falten heißt die Devise für die Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Origami-Kurses, den Maria Rönsberg-Peil gleich mit einem Nikolausstiefel startet.

„Wir fangen mit einer stabilen Serviette an und öffnen sie einmal“, sagt sie. Schritt für Schritt weiht sie die Kursteilnehmer in die Kunst des Papierfaltens ein, und schon nach kurzer Zeit ist der hübsche Papierschuh, der sogar stabil genug für ein paar Süßigkeiten ist,  schon fertig.

Weihnachtliches Origami steht auf dem Programm. Gefaltet werden Zauberumschläg für Karten und Gutscheine, bunte Sterne, Tannen, und ein Überraschungsnikolaus, das Angebot ist so abgestimmt, dass auch Anfänger zurecht kommen, verspricht Kursleiterin Rönsberg-Peil. Aber auch wer schon etwas Erfahrung hat, muss sich aber nicht langweilen.

Konzentriert beobachten die Workshop-Teilnehmer die Faltschritte der Kursleiterin und manchmal hilft auch der Blick zum Tischnachbarn, wenn noch etwas unklar ist. Denn die Origami-Kunst  soll zwar auch der Entspannung dienen, aber gerade beim Start sind manche noch ein bisschen gestresst. „Atmen sie einfach durch, es soll vor allem Spaß machen“, sagt Maria Rönsberg-Peil fröhlich und verrät auch ein paar Tipps, wie man sich etwa die einzelnen Schritte zum Nikolausstiefel besser merken kann: „Erst sieht es aus wie ein Haus, dann wie ein Düsenjet“.

Vielerlei Materialien bieten sich für das Papierfalten an. Vom einfachen Krepp-Papier bis zum Recycling von Kaffeetüten für wetterfeste Sterne: „Man kann alles verwenden, es ist insofern auch nachhaltig“, sagt die Kursleiterin. Und so entstehen viele kleine Kunstwerke ohne Kleben und ohne Schneiden.

Das Zentrum Plus in Holthausen bietet Origami zu verschiedenen Terminen an. Koordinatorin Nina Becker weiß, dass ihre Gäste das mögen: „ Es ist etwas, was man mit wenig Mitteln machen kann und man gestaltet etwas mit den eigenen Händen.“

Demnächst gibt es auch ein Angebot für Menschen mit einer leichten Demenz. Denn, so Becker, „Origami ist gut für die Hand-Kopf-Koordinierung.“ Das sagt auch Kursleiterin Maria Rönsberg-Peil: „Wir freuen uns, weil wir etwas geschafft haben, die Hände sind gebraucht und das Hirn natürlich auch.“ Und der Erste Advent kann kommen, die Deko haben die Teilnehmer ja schon fertig gefaltet.

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