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Düsseldorf-Holthausen: Wasserstoff-Lkw-Projekt rollt an

Betankung in Düsseldorf-Holthausen : Wasserstoff-Lkw-Projekt rollt an

Der einzige deutsche Demonstrationsbetrieb eines Brennstoffzellen-Lkw im Rahmen des europäischen Projektes H2-Share startet in Düsseldorf. Der Lkw wird im Praxistest an der Wasserstofftankstelle in Holthausen betankt.

Vor rund einem Monat wurde die Region DüsselRheinWupper von Wirtschafts- und Klimaschutzminister Andreas Pinkwart (FDP) zum Sieger des Wettbewerbs „Modellregion Wasserstoffmobilität NRW“ gekürt. Nun nimmt die innovative Modellregion Fahrt auf, sagte Pinkwart bei der Vorstellung eines wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen-Lkws am Donnerstag in Düsseldorf. Das 27 Tonnen schwere Fahrzeug wird im innerstädtischen Lieferverkehr eingesetzt und bis zum 22. Dezember einem Praxistest unterzogen. In dieser Zeit wird der Lkw an der im vergangenen Jahr eröffneten Wasserstofftankstelle in Holthausen betankt.

Der Praxistest gehört zum grenzüberschreitenden Projekt „H2-Share“, das in sechs europäischen Regionen emissionsfreie Wasserstoff-Brennstoffzellen-Lkw im schweren Güterverkehr erprobt. Düsseldorf ist die einzige Testregion in Deutschland. Mit dem Versuch sollen die Projektteilnehmer Erfahrungen für einen späteren Markthochlauf sammeln, und es soll die Emissionsminderung im schweren Güterverkehr dank Wasserstoff-Brennstoffzellen-Lkw demonstriert werden. ABC-Logistik wird die Aufzeichnungen übernehmen und ermitteln, wie viele Emissionen vermieden werden konnten.

Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) sagt: „Wir wollen unsere Vorreiterrolle bei der Umsetzung und Anwendung von Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologien in NRW weiter ausbauen, nachdem wir bereits den Landeswettbewerb ‚Modellregion Wasserstoffmobilität NRW‘ gewonnen haben. Umso mehr freue ich mich, dass der erste Brennstoffzellen-Lkw jetzt auf Düsseldorfer Straßen rollt.“ In den nächsten zehn Jahren sollen in der Region DüsselRheinWupper 200 Brennstoffzellen-Lkw, 140 Brennstoffzellen-Busse sowie mehrere Sonderfahrzeuge mit Wasserstoff unterwegs sein, so Keller.

Das Projekt H2-Share wird mit 1,7 Millionen Euro an EU-Mitteln gefördert. Minister Pinkwart sagt: „Wasserstoff ist für das Gelingen der Energiewende und zur Erreichung der Klimaschutzziele essenziell. Durch die konsequente Nutzung im Verkehrsbereich und in der Industrie ließen sich ein Viertel der heute anfallenden Emissionen vermeiden.“

(gaa)