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Düsseldorf-Holthausen: Ein Stück Regenwald in der Unterführung

Graffiti-Aktion an der Unterführung der Münchener Straße : Ein Stück Regenwald in der Unterführung

Der renommierte Graffiti-Künstler Loomit vollendet die Gestaltung der Unterführung in Niederheid. Im vergangenen Jahr war schon die Fläche auf der gegenüberliegenden Seite gestaltet worden.

( Die zweite Seite der Unterführung Münchener Straße/Bonner Straße ist nun auch bunt: Der Münchener Künstler Loomit gestaltete mit Unterstützung des Fotorealismus-Experten Bert MTA aus Weimar die Wand, nachdem schon im vergangenen Jahr die gegenüberliegende Fläche bemalt wurde. Thematisch orientierte sich Loomit am Thema Erde. Teil des gesprühten Kunstwerks ist eine Farbrolle, die ein Stück Amazonas-Regenwald auf den grünen Hintergrund aufträgt. Der Blickfang des Bildes ist der überdimensionale, pinkfarbene Name des Künstlers, der sich über das Regenwald-Motiv erstreckt. Damit stellt das Werk ein Pendant zur gegenüberliegenden Seite der Unterführung dar, die thematisch den Himmel abbildet.

Der Verein „Düsseldorfer Künstler“ organisierte das Projekt zusammen mit dem Kunsthistoriker Peter Michalski. Der Verein bietet Kunstschaffenden eine Plattform und Kunstinteressierten einen Überblick über die Kunstvielfalt der Landeshauptstadt. Das städtische Kulturamt sowie die Bezirksvertretung 9 halfen bei der Finanzierung des Graffito.

Der Regenwald ist als Motiv nicht zufällig gewählt: Er soll eine Mahnung sein, sich mit der eigenen Verantwortung der Umwelt gegenüber auseinanderzusetzen. Der 52-jährige Loomit versucht das auch in seiner Arbeit umzusetzen: Er hofft dabei vor allem auf eine Alternative zu den herkömmlichen umweltschädlichen Sprühdosen.

Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Graf ist begeistert von dem Ergebnis: „Die gesamte Aktion ist ein deutlicher Gewinn für den Stadtteil und wertet diesen auf.“ Auch aus der Bevölkerung habe er viele positive Rückmeldungen erhalten. „Alle, die mich drauf angesprochen haben, fanden es einfach gut.“ Schon nach der ersten Gestaltung habe es überhaupt kein negatives Feedback gegeben. Deshalb sieht der Bezirksbürgermeister auch die Möglichkeit, ähnliche Projekte in Zukunft ebenfalls finanziell zu unterstützen. Einen Vorschlag hat er schon: „Ich könnte mir gut vorstellen, dass die hier noch nicht künstlerisch versorgten Säulen zwischen den beiden Fahrspuren in Zukunft bemalt werden könnten.“