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Düsseldorf-Holthausen: DRK-Kindersachenshop sucht Helfer

Charityshop des DRK : DRK-Kindersachenshop sucht Helfer

35 Ehrenamtler halten den Betrieb in dem Geschäft an der Kölner Landstraße am Laufen. Doch für einige Schichten sucht Shopleiterin Sabine Drews noch dringend Unterstützung.

Der Plastikfrosch, der hüpft, wenn man auf sein Hinterteil drückt, hat es Brigitte Pütz angetan. Er stammt aus einem Kinderspiel, das aber nicht mehr vollständig ist. Aber anstatt die Tiere in den Müll zu schmeißen, nehmen Pütz und ihre ehrenamtlichen Kolleginnen vom DRK-Kindersachenshop in Holthausen jede eines mit nach Hause. Mal schauen, wen man damit noch zum Lachen bringen kann.

Seit sechs Jahren hilft Brigitte Pütz im Laden, in dem es gebrauchte Kinderkleidung und gebrauchtes Spielzeug gibt. Einkaufen kann dort jeder, wer als bedürftig gilt und einen Düsselpass hat, bekommt bei allen Waren einen Abzug von 30 Prozent auf den Preis. Damals kam die 64-Jährige über einen Artikel in der Rheinischen Post zu ihrem Ehrenamt. „Ich bin damals in den Vorruhestand gegangen und habe eine sinnvolle Aufgabe gesucht.“ Bereut hat sie diesen Schritt noch keine Sekunde. Gemeinsam mit Sabine Knuth, Christa Struck und Ingeborg Beissel bildet sie ein eingespieltes Team, das den Shop zusammen in der Mittwochvormittag-Schicht von 10 bis 14 Uhr betreut. „Wir haben uns angefreundet und treffen uns auch privat. Einmal im Jahr sind wir zum Grillen bei mir im Garten“, erzählt Brigitte Pütz. Und mit Ingeborg Beissel, die sie auch erst im DRK-Kindersachenshop kennenlernte, fährt sie sogar regelmäßig für eine Woche in den Urlaub. Darum kann Pütz auch aus voller Überzeugung sagen, dass ihr das Ehrenamt Spaß macht und sie es weiterempfehlen kann.

Denn Shopleiterin Sabine Drews würde sich über ehrenamtlichen Zuwachs freuen. Zwar umfasst die Mitarbeiterliste 35 Helfer, doch bei einigen Schichten ist die Personaldecke extrem dünn. „Wir suchen derzeit vor allem für die Nachmittagsschichten am Dienstag und am Donnerstag noch Ehrenamtler“, erläutert Drews. Dienstbeginn ist nachmittags um 14 Uhr, Ladenschluss ist um 18 Uhr. Anschließend muss noch die Kasse gemacht und aufgeräumt werden. Das dauert etwa 20 Minuten. Im Winter ist es dann schon dunkel, so dass vor allem betagtere Seniorinnen lieber eine Schicht am Vormittag übernehmen. Die Frauen sind im Kindersachenshop deutlich in der Überzahl, es gibt aber auch ein paar Männer, unter anderem einen syrischen Flüchtling, den Sabine Drews in den höchsten Tönen lobt: „Er hat sich super ins Team eingefunden.“ Da er derzeit einen Deutschkurs belege, könne er aber nicht so regelmäßig kommen.

Die Aufgabenvielfalt der Ehrenamtler erstreckt sich von der Annahme von Sachspenden, dem Sichten der Ware und dem Auspreisen. Brigitte Pütz macht aber auch der Umgang mit den Kunden Spaß. Viele freuten sich, wenn sie im Kindersachenshop ein gut erhaltenes und preiswertes Kleidungsstück für den Nachwuchs finden, sagt die 64-Jährige.