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Düsseldorf-Holthausen: BV 9 lehnt Auto-Logistiker ab

Kleine Kommission Radverkehr soll Planungen im Reisholzer Hafen überprüfen : BV 9 lehnt Auto-Logistiker ab

Gleich zweimal musste sich die Bezirksvertretung 9 am Freitag mit Themen zum Reisholzer Hafen beschäftigen. Rot-Grün lehnte den Bauantrag eines Automobillogistikers ab. Die Kompensationsmaßnahmen zum Parken für den geschützten Radweg soll sich die Kleine Kommission Radweg anschauen,

Gleich zwei Punkte, die sich mit dem Reisholzer Hafen beschäftigten, standen auf der Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung 9 am Freitag. Und obwohl normalerweise in dem Gremium CDU und Grüne kooperieren, lehnte eine Stimmenmehrheit von Grünen und SPD den Bauantrag eines Automobillogistikers ab.

Jetzt könnte es so laufen wie 2018, als der damalige Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) die Ablehnung der BV zu der Ansiedlung eines Logistikers einkassierte. Letztlich drückte die Bezirksregierung damals durch, dass gebaut werden durfte. Ein Vertreter der Verwaltung führte in der Sitzung aus, dass eine Baugenehmigung unter Auflagen der Stadt mehr Eingriffsmöglichkeiten gebe, etwa bei der Vorgabe an den Mieter, auf dem Grundstück eine Wendeschleife einzurichten, damit die Autos nicht auf der Straße be- und entladen würden.

Während die BV Entscheidungsrecht bei Bauanträgen hat, wurde sie bei dem Punkt der von der Verwaltung vorgeschlagenen Kompensationsmaßnahmen im Gelände des Hafens nur angehört. Sie empfahl dem Ordnungs- und Verkehrsausschuss, dass sich zunächst die Kleine Kommission Radverkehr mit den vorgeschlagenen Maßnahmen für die Straße Am Trippelsberg befassen soll. Anliegende Firmen hatten sich bei der Stadt beschwert, dass durch den Bau des geschützten Radweges Parkplätze wegfallen. Die Klage eines Unternehmens liegt am Oberverwaltungsgericht. Dafür soll nun am Karweg der Wendehammer für Lkw ausgweitet werden. Zudem sollen zusätzliche Parkmöglichkeiten für Lastwagen geschaffen werden.

Für die Stadtverwaltung hagelte es in der Sitzung jede Menge Kritik. Denn diese hatte es bei den Planung des Radweges versäumt, alle Firmen im Hafen zu befragen. Es könne nicht sein, dass nun die Allgemeinheit die Kosten dafür trage – alleine für den Ausbau der Wendeschleife eine halbe Million Euro –, dass die Firmen weiterhin öffentlichen Raum als Betriebsfläche nutzten, sagte Grünen-Vertreter Andreas Schardt.

(rö)